Wer mit offenen Augen durch das Kieler Stadtgebiet fährt, kommt an ihrem Anblick nicht vorbei; Farbschmierereien!
Käme ein gänzlich kulturfremder Besucher in unsere Großstädte, würde er zu dem Schluss gelangen, dass die Bewohner dieser Städte offenbar eine große Vorliebe für bizarre und schwer dekodierbare Zeichen an Wänden haben. Wahrscheinlich wäre er überrascht, wenn er erführe, dass – bis auf eine anders wertende Minderheit – die Bewohner dieser Städte solche gesprayten Zeichen keineswegs sonderlich schätzen. (Quelle: Was macht Spaß am Graffiti-Sprayen? : Eine induktive Anreizanalyse)



Wurden noch zu Beginn der Bündnisaktivitäten jährlich bis zu 1.700 Anzeigen wegen illegaler Graffiti bei der Kieler Polizei zur Anzeige gebracht, konnte dieser Spitzenwert auf 727 Fälle im Jahr 2009 Jahr reduziert werden. Dennoch gilt auch im neunten Jahr: Wer mit offenen Augen durch das Kieler Stadtgebiet fährt, kommt an ihrem Anblick nicht vorbei; Farbschmierereien!
Das Projekt „KLARSCHIFF – Kieler Bündnis gegen illegale Graffiti“ erhält den Präventionspreis 2003 der Landespolizei. Wie Innenminister Klaus Buß heute bei der Preisverleihung in Pinneberg sagte, hat das Kieler Bündnis ein Konzept gegen Farbschmierereien und Sachbeschädigungen entwickelt, das illegale Graffiti erfolgreich bekämpft und einer drohenden Verwahrlosung von Stadtteilen und einem wachsenden Unsicherheitsgefühl in der Bevölkerung entgegenwirkt. „Inzwischen interessiert man sich überall in Deutschland für das Kieler Anti-Graffiti-Konzept“, sagte Buß.






