Häufig gestellte Fragen

Täter-Opfer-Ausgleich, Schadenswiedergutmachung

Ein Täter-Opfer-Ausgleich gemäß § 46a Strafgesetzbuch (StGB) ist eine außergerichtliche Konfliktschlichtung, auch Mediation in Strafsachen genannt. Betroffene von Straftaten haben im Täter-Opfer-Ausgleich die Möglichkeit, mit Hilfe eines Vermittlers (Mediator) eine außergerichtliche Konfliktregelung zu finden und sich über eine Wiedergutmachung zu verständigen. In Schleswig-Holstein wird der Täter-Opfer-Ausgleich von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der (Jugend)Gerichtshilfe und freier Träger der Straffälligenhilfe durchgeführt

Wozu Täter-Opfer-Ausgleich?

Geschädigte können durch eine außergerichtliche Konfliktschlichtung Wiedergutmachung, Schmerzensgeld erhalten, reden, fragen, Ärger loswerden, Energie und Kosten für langwierige Gerichtsverfahren sparen und vor allem: Nicht in der passiven Zeugenrolle verharren, sondern den Verlauf und die Inhalte des Verfahrens aktiv mitbestimmen. Beschuldigte können im Täter-Opfer-Ausgleich reinen Tisch machen, die Verantwortung für die Straftat übernehmen, Wiedergutmachung leisten und gegebenenfalls Strafmilderung erhalten. Auch für Sie gilt: Ich bin dem Prozess nicht passiv ausgeliefert. Ich kann mitbestimmen, was jetzt passiert. Ich kann sofort einen konstruktiven Beitrag zur Lösung einbringen. Für alle Bürger bedeutet die Mediation im Strafrecht ein konstruktives Umgehen mit Straftaten und eine gute Ergänzung zur bestehenden Strafrechtspraxis. Dem Übel der Tat wird nicht automatisch das Übel der Strafe entgegensetzt. Vielmehr geht es beim Täter-Opfer-Ausgleich darum, die Betroffenen einzubeziehen, um eine bessere, gerechtere und sichere Zukunft zu gestalten, von der wir alle profitieren. Bessere Zukunft, weil Gespräche in der Regel zur Deeskalation beitragen, Verständnis für die andere Seite wecken und ein Lernfeld für ein anderes Umgehen in weiteren Konfliktsituationen darstellen. Gerechtere Zukunft, weil die Bedürfnisse des Opfers nach materieller Wiedergutmachung und Klärung hier und jetzt ernst genommen und nicht auf die lange Bank geschoben werden. Und weil dem Täter die Chance gegeben wird, sich von seiner Tat zu distanzieren und seine konstruktiven Fähigkeiten einzubringen. Sichere Zukunft, weil ein erfolgreicher Täter-Opfer-Ausgleich auch zu einer Rückfallvermeidung beiträgt.

Wie läuft ein Täter-Opfer-Ausgleich ab?

In getrennten Vorgesprächen klärt der Vermittler, ob und wie die Konfliktschlichtung vonstatten gehen kann. In weiteren gemeinsamen Gesprächen suchen die Betroffenen eine Lösung, die für beide Seiten akzeptabel und Gewinn bringend ist. Darüber treffen Geschädigte und Beschuldigte dann eine Vereinbarung.

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