Häufig gestellte Fragen

Was ist das Adhäsionsverfahren?

Im Adhäsionsverfahren können zivilrechtliche Ansprüche, die aus einer Straftat erwachsen, statt in einem gesonderten zivilgerichtlichen Verfahren unmittelbar im Strafprozess geltend gemacht werden. Allerdings darf der Streitgegenstand noch nicht anderweitig gerichtlich anhängig sein.

Das Adhäsionsverfahren ist in den §§ 403 ff. StPO geregelt. Es kommt insbesondere den Opfern von Straftaten zugute, bei denen die Verletzung ihrer Rechtsgüter auch zu einem nach den Regelungen des Zivilrechts erstattungsfähigen Schaden geführt hat.

Das Strafgericht entscheidet im Rahmen des Strafurteils über den zivilrechtlichen Anspruch, der im Adhäsionsantrag vorgetragen wurde. Wenn es der Auffassung ist, dass der Anspruch nicht besteht oder der angebliche Schädiger nicht schuldig ist, lehnt es den Adhäsionsantrag vollständig ab. Dann ist der Zivilrechtsweg für den Geschädigten weiterhin offen. Es besteht für den Antragsteller also nicht die Gefahr, dass sein Anspruch durch das strafgerichtliche Urteil endgültig abgewiesen wird.

Im Jugendstrafrecht findet das Adhäsionsverfahren keine Anwendung, soweit das Verfahren einen Jugendlichen betrifft. Bei Heranwachsenden (18 bis unter 21 Jahre), die noch nach Jugendstrafrecht verurteilt werden, kann es angewendet werden.

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