News - Neuigkeiten - Neues vom Bündnis
20.04.08 - Wieder Sprayer auf frischer Tat festgenommen.
Kiel (ots) - In der Nacht zum Sonntag hat die Polizei im Stadtteil Dietrichdorf zwei Sprayer auf frischer Tat ertappt und festgenommen.
Gegen 23.30 Uhr konnten zwei Beamte der Wasserschutzpolizei zwei männliche Personen beobachten, die den Tunnel im Heikendorfer Weg mit Farbe beschmierten. Dieser Teil ist zurzeit durch Bauarbeiten für den Fahrzeugverkehr gesperrt.
Drei Fahrzeuge suchten daraufhin den Einsatzort auf. Eine Streife
des 4. Polizeireviers Kiel versperrte den Sprayern den Fluchtweg aus
dem Tunnel von der Zufahrt aus Richtung des Ostrings, zwei weitere
näherten sich den Männern aus entgegengesetzter Richtung. So in die
Enge getrieben, war jeder Fluchtversuch zum Scheitern verurteilt, die
Einsatzkräfte nahmen die Beiden fest. Ein Leugnen, Urheber der
Verunreinigungen zu sein war zwecklos, die beiden 18 und 20 Jahre
alten Kieler hatten farbverschmierte Hände und diverse Spraydosen bei
sich.
Auf Anordnung der zuständigen Bereitschaftsstaatanwältin, durchsuchten die Einsatzkräfte noch in der Nacht die Wohnungen der Schmierfinken. Neben diversen Spraydosen, Schablonen und Handskizzen fanden sie zudem noch über einhundert Fotos von unterschiedlichen Graffitis.
Die Polizisten beschlagnahmten sämtliche Malerutensilien.
Die Kieler werden sich wegen der Sachbeschädigung verantworten und
für die Schadensregulierung aufkommen müssen.
29.02.08 - Durch Zeugenhinweise wurden im Stadtteil Suchsdorf drei Sprayer auf frischer Tat ertappt.
Kiel (ots) -Am Donnerstag, gegen 17.15 Uhr alarmierte eine Zeugin die Einsatzleitstelle, weil
sie beobachtete, wie drei männliche Personen die südlich gelegenen
Pfeiler der Neuen Levensauer Hochbrücke mit Farbe beschmierten.
Drei Polizeifahrzeuge suchten daraufhin den Einsatzort auf. Eine
Streife des 1. Polizeireviers Kiel behielt die Verdächtigen von der
Bundesstraße 76 aus im Auge, zwei weitere näherten sich den jungen
Männern. Während diese sich noch immer eifrig auf dem Beton
verewigten, nahmen die Einsatzkräfte sie fest.
Ein Leugnen, Urheber
der Verunreinigungen zu sein, war zwecklos, denn die 19 bis 20 Jahre
alten Kieler hatten farbverschmierte Hände und diverse Spraydosen bei
sich.
Die Polizisten beschlagnahmten sämtliche Malerutensilien und
entließen die Schmierfinken nach einer erkennungsdienstlichen
Behandlung bei der Kripo.
Sie werden sich wegen der Sachbeschädigung
verantworten und für die Schadensregulierung aufkommen müssen.(zurück
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04.02.08 - Polizisten haben im Stadtteil Mettenhof einen Sprayer auf frischer Tat festgenommen.
Kiel (ots) - Am Freitagabend, gegen 22 Uhr bemerkten Zivilkräfte des 3. Polizeireviers während einer Streifenfahrt einen jungen Mann, der im Skandinaviendamm eine Betonmauer mit einem Farbstift bemalte. Als sich die Beamten dem Farbschmierer näherten, ergriff dieser zu Fuß die Flucht. Allerdings holten seine Verfolger ihn nach kürzester Zeit ein und nahmen ihn fest.
An der Mauer hatte der alkoholisierte 20-Jährige, der polizeilich
bereits bekannt ist, sich auf einer Fläche von etwa 30 x 50 cm
verewigt. Sein Malwerkzeug stellten die Einsatzkräfte sicher, der
Mettenhofer wird sich wegen Sachbeschädigung verantworten und für die
Regulierung des von ihm verursachten Schadens aufkommen müssen. (zurück
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10.01.07 - Bündnispartner leisteten umfangreiche Präventionsarbeit in Schulen
Die KLARSCHIFF-Bündnispartner haben im Jahr 2006 umfangreiche Präventionsaktivitäten in Kieler Schulen entwickelt.
An
elf Kieler Schulen wurden im vergangenen Jahr in 45 Klassen für
etwa 950 Schülerinnen
und Schüler der 7. - 9. Jahrgänge Unterrichtseinheiten gestaltet.
In jeweils
zwei Doppelstunden ging darum, den Jugendlichen zu vermitteln,
dass sie, wenn sie die illegal Graffiti sprayen, straffällig werden und
so mit strafrechtlichen aber auch erheblichen finanziellen Folgen
rechnen müssen. Die jungen Menschen erhielten Informationen über
die hohen Kosten für
Graffitibeseitigung, die im Falle der Schadenhaftung unter Umständen jahrelange
Schulden für den Schadensverursacher bedeuten können. In Einzelfällen
wurde direkt Bezug genommen auf Graffitischmierereien an den jeweiligen Schulen.
In den Unterrichtsstunden wird darüber hinaus auch der grundsätzliche Umgang
mit fremdem Eigentum besprochen – angefangen
beim Beschädigen des Eigentum des Klassenkameraden bis hin zum Vandalismus an
Bushaltestellen.
Durchgeführt wurden die Informationsveranstaltungen durch einen fachlich
versierten Sozialpädagogen auf Honorarbasis und
dem
Jugendsachbearbeiter des jeweils zuständigen Polizeireviers.
Die Kosten für die
Präventionsarbeit 2006 in Höhe von insgesamt
rund 2600 € wurden getragen vom Kieler Rat für
Kriminalitätsverhütung und dem Verein zur Förderung der Kriminalitätsverhütung
in der Landeshauptstadt Kiel.
Erklärtes Ziel der KLARSCHIFF-Bündnispartner ist es, ein
permanentes Angebot für
alle Schulen in zweijährigem
Rhythmus für die jeweiligen 7. und 8. Klassen auf die Beine zu stellen.
Für
2007 ist deshalb wieder ein Antrag auf Förderung beim Kieler Rat für
Kriminalitätsverhütung gestellt. (U.Petersen)
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27.10.06 - Zwei Graffiti-Sprayer gefasst
Kiel (ots) - In der Nacht zum Freitag hat eine Streifenwagenbesatzung des
3. Polizeireviers zwei Sprayer gefasst.
Die Männer hatten an 44 Stellen im Stadtteil Südfriedhof Tags gesprüht.
Kurz nach 3 Uhr teilten Anrufer mit, in der Saarbrückenstraße seien zwei Personen dabei, Hauswände zu bemalen. Eine Streifenwagenbesatzung des 3. Polizeireviers überraschte die Sprayer im Bereich der Bushaltestelle am Südfriedhof. Die Männer trugen noch die Spraydosen in Händen, an ihren Fingern zeigten sich frische Farbspuren. In den Rucksäcken führten sie noch etliche Sprühköpfe mit. Die Tatverdächtigen um Alter von 25 und 26 Jahren wurden festgenommen.
Währenddessen überprüften andere Polizisten die angrenzenden Straßenzüge nach weiteren frisch aufgesprühten Tags. Die Beamten entdeckten in der Saarbrückenstraße, Lantiusstraße, Rendsburger Landstraße, Karpfenteich, Helgolandstraße, Schleswiger Straße, und Winterbeker Weg an insgesamt 44 Stellen Schriftzüge, die den Festgenommenen zuzuordnen waren. Die Tags prangten an Hauswänden, Lichtmasten, Mülltonnen, Bushaltestellen, Stromkästen, einem Post-Briefkasten und Fahrradständer.
Wie hoch der Schaden sein wird, den die beiden Arbeitssuchenden angerichtet
haben, steht derzeit noch nicht fest. Sie werden sich wegen Sachbeschädigung
verantworten müssen und darüber hinaus damit zu rechnen haben, für
die Kosten für die Beseitigung der Tags zu tragen.
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16.10.06 - Wieder Sprayer erwischt
Kiel (ots) - in der Nacht zum Sonntag hat eine Streifenwagenbesatzung des 3. Polizeireviers einen Graffiti-Sprayer festgenommen.
Kurz vor 3 Uhr erkannte die Streifenwagenbesatzung im Papenkamp drei Personen, die ihre Kapuzen über dem Kopf trugen. Einer der Beobachteten hatte einen Rucksack dabei.
Die Polizisten stoppten die Personen, um sie einer Kontrolle zu unterziehen. Dabei trat einer der Verdächtigen an die Grünfläche und ließ einen Gegenstand fallen. Wie sich herausstellte eine Spraydose mit weißer Farbe. Im Rucksack des 18-Jährigen steckten noch acht Filzstifte.
Der Überprüfte gab auf Vorhalt zu, auf der Rückseite der Jahnschule im Winterbeker Weg Tags gesprüht zu haben. Weiterhin erklärte er, seine beiden Begleiter seien nicht an der Tat beteiligt, sie hätten sogar versucht, ihn von dem Vorhaben abzubringen.
Die Angaben des 18-Jährigen stimmten, am Schulgebäude prangten
frische Tags, die weiße Farbe war noch nicht getrocknet. Nach der Überprüfung
kam der Festgenommene wieder auf freien Fuß. Die Beamten erstatteten
Anzeige wegen Sachbeschädigung. Weiterhin muss der junge Mann damit rechnen,
die Kosten für die Reinigung der Wände zu bezahlen.
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13.07.06 - Jugendliche beim Sprayen ertappt
Kiel (ots) - Auf ihrem Spaziergang im Stadtteil Wik hat ein Ehepaar Sprayer
beobachtet und bis zum Eintreffen der Polizei festgehalten.
Am Mittwochnachmittag
gegen 15.30 Uhr waren die Eheleute im Bereich Flensburger Straße unterwegs
und wollten über den Verbindungsweg ins Projensdorfer
Gehölz gehen. Dabei fielen ihnen drei Jugendliche auf, die Sitzbänke
mit Farbe besprühten. Die Zeugen sprachen mit den Übeltätern
und wiesen sie an, bis zum Eintreffen der Polizei zu warten.
Eine Streifenwagenbesatzung
der Polizeistation Wik übernahm den Einsatz.
Die drei Jugendlichen im Alter von 14 bis 16 Jahren waren geständig. Sie
hatten drei hölzerne Parkbänke und einen Abfallkorb besprüht.
Die drei erklärten, die Spraydose gefunden zu haben. Nach dem Gebrauch
hätten sie diese in ein Gebüsch oberhalb des Tunnels über die
B 503 geworfen. Das Beweisstück stellten die Beamten sicher.
Die Eltern
der Jugendlichen erhielten Nachricht von dem Vorfall, danach durften die Sprayer
nach Hause gehen. Neben einer Anzeige wegen Sachbeschädigung
müssen sie damit rechnen, die Kosten für die Beseitigung der Schmierereien
tragen zu müssen.
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31.10.05 - Sprayer richten erheblichen Schaden an
Am Wochenende haben unbekannte Sprayer im Stadtteil Hassee ihr Unwesen getrieben und erheblichen Sachschaden angerichtet.
Sonntag meldete sich ein Gewerbetreibender aus dem Seekoppelweg auf dem 3. Polizeirevier, weil Farbschmierer auf seinem Gelände unerlaubt "künstlerisch" zu Werke gegangen waren.
Vor Ort konnten sich die Beamten ein Bild vom Ausmaß des Schadens machen. Die Zahl der frisch
kreierten Graffiti an Hauswänden, Türen, Toren und anderen geeigneten Untergründen in der gesamten Straße war derart groß, dass die Täter über einen längeren Zeitraum beschäftigt gewesen sein dürften. Auf
insgesamt zwölf Firmengrundstücken, zwei Fahrzeugen und einem Anhänger befanden sich
ihre blau und silberfarbenen "Visitenkarten". Der angerichtete Gesamtschaden dürfte mehrere tausend Euro betragen.
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12.06.05 - Farbschmierer im Bereich Westring erwischt
In der Nacht zum Sonnabend nahm die Kieler Polizei drei Farbsprayer fest, die mehrere Objekte im Bereich des Westrings beschmiert hatten.
Gegen 1.00 Uhr morgens bemerkte eine Streifenwagenbesatzung an der Kreuzung
Eckernförder Straße drei junge Männer, die an einer Mülltonne
hantierten.
Als die Verdächtigen den Polizeiwagen erkannten, suchten sie schleunigst
das Weite. In der Metzstraße konnte der erste Flüchtige gestellt
werden. Der 28-Jährige hatte kurz zuvor hinter einem Stromverteilerkasten
seine Mütze und zwei Spraydosen verschwinden lassen.
Im Rahmen der Fahndung konnten weitere Polizeistreifen ganz in der Nähe
die zweite Person , einen 21-jährige Kieler und kurze Zeit später
in der Weißenburgstraße den noch fehlenden dritten Flüchtigen
festnehmen. Der 22-Jährige kam wie seine beiden Kumpane mit auf's Revier.
Alle drei Beschuldigten standen unter Alkoholeinfluß.
Insgesamt entdeckten die Einsatzkräfte bei der Durchsuchung der Festgenommenen
und auf ihrem Fluchtweg fünf Spraydosen mit grüner, gelber und silberner
Farbe. Darüber hinaus doch vier Farbstifte. Ihre
Tags prangten im Westring zwischen Olshausenstraße und Theodor-Storm-Straße
an Häuserfronten, einer Haustür, einem Anhänger, einer Baustellenbeschilderung
und einem Ampelmast. Die Ermittlungen
zur Feststellung weiterer Tatorte dauern an.
Neben der Anzeigen wegen Sachbeschädigung kommen auf die jungen Männer die zivilrechtlichen Kosten für die Beseitigung der Farbschmierereien zu.
(Quelle: OTS- Pressemeldung der Kieler Polizei v. 12.6.2005) (zurück zur Übersicht)
08.04.05 - Anti-Graffiti-Kongress in Berlin - Kieler Projekt "Klar Schiff" zeigt sichtbar Erfolge
Kieler Nachrichten vom 08.04.2005:
Kiel/Berlin – Obwohl ihr Haupteinsatzort die Heimat an der Förde ist, schaute das Kieler Aktionsbündnis "Klar Schiff" gestern nach Berlin. Beim Internationalen Anti-Graffiti-Kongress diskutierten 300 Teilnehmer Strategien gegen ungewollte Bilder aus der Spraydose. Die Berliner Szene antwortete mit einer Gegendemo auf die Veranstaltung des Vereins "Nofitti". Gestern Vormittag, Berliner Rathaus: Nadelstreifen und Krawatten bestimmen das Bild im schicken Festsaal. Experten, Polizisten und Politiker – seit 9.30 Uhr läuft bei Graffiti-Gegnern aus fünf Nationen der verbale Kampf gegen "die Kunst, die keiner will" auf Hochtouren. Während in der Nacht zum Mittwoch Hubschrauber des Bundesgrenzschutzes im Stadtgebiet mit Wärmekameras auf der Jagd nach Sprayern waren, inspizieren Sicherheitsleute jeden Ankömmling mit Argusaugen – aus Angst vor Störern.
Auch Ralf Schwertfeger von der Polizeiinspektion Kiel interessiert sich für die Resultate der Tagung. Er ist Präventionsbeauftragter bei "Klar Schiff", eine Initiative zur Beseitigung und Verhinderung von Graffiti, die Polizei und Stadt 2001 in der Landeshauptstadt ins Leben riefen. "Uns geht es um die Verbesserung des Stadtbildes", sagt Schwertfeger, "es geht um Lebensqualität." 25 Partner haben sich bisher dem Kieler Projekt angeschlossen. Mit der Öffentlichkeitsarbeit sei zudem das Bewusstsein der Bevölkerung positiv verändert worden, meint der 38-Jährige, der das Thema Farbvandalismus gestern im Kieler Jugendhilfeausschuss diskutierte. "Unsere Arbeit zahlt sich aus." Mit 1350 angezeigten Sachbeschädigungen durch Graffiti wurde im Jahr 2003 die niedrigste Belastung der letzten vier Jahre verzeichnet. 76 Sprayer konnten die Kieler Polizisten auf frischer Tat festnehmen. Für 2004 werden stagnierende Zahlen erwartet.
Im Roten Rathaus in Berlin fordert der stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Wolfgang Bosbach, gerade eine härtere Gangart gegen die Graffiti-"Künstler". Nach geltendem Recht muss eine Beschädigung besprühter Gebäude aufwendig nachgewiesen werden, um ein Strafverfahren einzuleiten. "Es kann nicht sein, dass diese Gesetzeslücke nicht geschlossen wird", sagt Bosbach. Auch in der Bundes-SPD mehren sich die Stimmen, die schärfere Gesetze gegen illegale Graffiti fordern. Schleswig-Holsteins Noch-Justizministerin Anne Lütkes lehnt dies ab. Das Problem sei nicht die Rechtslage, sondern die Schwierigkeit, die Täter zu fassen, meint die Grünen-Politikerin in Kiel. Im Kieler Haushalt waren 2004 200000 Euro vorgesehen, um Graffiti von städtischen Bauten zu entfernen. In Deutschland entsteht durch die unerwünschten "Tags" jährlich ein Schaden von 500 Millionen Euro.
Während die Täter in Deutschland nach den polizeilichen Maßnahmen meist wieder auf freien Fuß kommen, wird in Dänemark seit vergangenem Sommer härter durchgegriffen. Je nach Größe des Schadens ist die Polizei befugt, Sprayer tageweise unter Arrest zu stellen. Henrik Larsen von den Dänischen Staatsbahnen Kopenhagen begrüßt diese Entwicklung: "Das hat in vielen Fällen eine große abschreckende Wirkung." Außerdem ist Graffiti schon Thema in dänischen Grundschulen. In Berlin hingegen kümmert sich eine 35-köpfige Sondereinheit rund um die Uhr um die Sprayer. Der Schaden in der Hauptstadt beläuft sich jährlich auf 50 Millionen Euro.
14 Uhr, Mauerpark zwischen Wedding und Prenzlauer Berg: Der 23-jährige Spanier David ist mit Freunden gekommen, um mit anderen Graffiti-Sympathisanten gegen den Kongress zu demonstrieren – frei nach dem Motto: "Wir sch... auf Eure sauberen Wände". Von den 500 angemeldeten Teilnehmern zählt die Polizei allerdings nur knapp 100. Einige Vermummte erläutern, dass der Reiz gerade im Illegalen liegt. David ist auf ihrer Seite: "Lasst ihnen ihren Freiraum und sie sprühen", sagt der Madrilene. Aber wie fände er es, wenn er eines Tages Hausbesitzer wäre und die Wände ständig säubern müsste? David: "Das wäre in der Tat nicht so klasse."
Von Frank Molter
(Quelle: Kieler Nachrichten v. 8.4.2005) (zurück zur Übersicht)
In der Nacht zum Karfreitag sind der Kieler Polizei zwei Farbschmierer in der Innenstadt ins Netz gegangen.
Kurz nach Mitternacht teilte ein Zeuge der Polizei mit, dass er zwei männliche Personen verfolgen würde, die kurz zuvor in der Holstenstraße die Jalousien eines Geschäftes besprüht hätten.
Die eingesetzten Streifenwagenbesatzungen konnten die beiden Schmierfinken sichten und am Kleinen Kiel festnehmen. Dass die beiden zum Tatvorwurf keine Angaben machten, ließ die Polizisten an ihrer Schuld nicht zweifeln. Eine Spraydose im Gras und grün verschmierte Finger hatten Aussagekraft genug.
Bei der Aufsuche des Tatortes stellten die Beamten fest, dass sich das Duo entlang der Holstenstraße an weiteren sieben Objekten betätigt hatte, darunter auch ein Bus der KVG. Der entstandene Gesamtschaden kann derzeit noch nicht beziffert werden.
Bei den Beschuldigten handelt es sich um zwei 18 Jahre alte Kieler, von denen einer bereits polizeilich bekannt ist. Gegen sie wird eine Strafanzeige wegen Sachbeschädigung gefertigt werden. Außerdem müssen die jungen Männer für die Regulierung des Schadens aufkommen. (zurück zur Übersicht)
In der Nacht zum Mittwoch hat die Polizei nach Zeugenhinweisen
einen Scratcher geschnappt.
Die Beamten stellten an rund 50 Scheiben eingekratzte Initialen fest.
Ein Wachmann beobachtete um 3.30 Uhr über die Überwachungskamera
eine Gruppe von Jugendlichen, die sich an einem Schaufenster eines
Geschäfts des Sophienhofs aufhielten. Als ein Junge aus Gruppe mit
einem Gegenstand das Fenster beschädigte, informierte der Mann die
Polizei.
Eine Streifenwagenbesatzung des 2. Polizeireviers stellte wenig später einen 16 Jahre alten Verdächtigen in der Raiffeisenstraße / Kaistraße.
Alles Abstreiten half
nichts, die Aufnahmen der Überwachungskamera zeigten den Jugendlichen eindeutig als Scratcher. Die Polizisten stellten fest, dass Schaufenster vom Sophienblatt bis
zum Stresemannplatz mit eingekratzten Initialen versehen waren. Die
Höhe des Sachschadens ist bis jetzt noch nicht ermittelt, könnte aber bis zu 50.000 Euro betragen.
Der jugendliche Beschuldigte hat mit strafrechtlichen
Konsequenzen rechnen. Noch schwerwiegender sind jedoch die
zivilrechtlichen Folgen.
Den wenigsten Jugendlichen und Eltern ist
bewusst, dass Tätern die zivilrechtlichen Folgen über lange Zeit
nachhängen können.
Was die Jugendlichen meistens ebenfalls nicht
wissen: Können sie den Schaden nicht begleichen, kann der Geschädigte einen Schuldtitel erwirken, der dann 30 Jahre durch einen
Gerichtvollzieher vollstreckbar ist.
Liegt ein solcher Titel vor, ist oftmals damit einhergehend ein Eintrag in der Schufa vorhanden und schlimmstenfalls ist die Kreditwürdigkeit dann dahin.
(Quelle: OTS Pressetext der Polizei Kiel) (zurück zur Übersicht)
29.09.04 - Graffiti treibt manchen Jugendlichen in die Pleite
Vor der Fachhochschule haben Jugendliche ihre Farbschmierereien hinterlassen Foto: KN/gsc |
(Kieler Nachrichten vom 29.09.2004 gsc)
Was
für ein Ärgernis: In Dietrichsdorf haben zwei Farbschmierer große
silberne Buchstaben auf ein Kunstwerk am Sokratesplatz gemalt. Zeugen hatten
die Jugendlichen beobachtet und die Polizei alarmiert, die die 16- und 17-jährigen
Kieler wenig später festnahm. In diesem Zusammenhang weißt die Präventionsstelle
der Polizei im Verbund mit dem "Kieler Bündnis gegen illegale Graffiti
- Klar Schiff" daraufhin, dass auf die Sprayer nicht nur strafrechtliche
Konsequenzen zukommen.
"Den wenigsten Jugendlichen und Eltern ist bewusst, dass Tätern die
zivilrechtlichen Folgen über lange Zeit nachhängen können",
sagte Ralf Schwertfeger, Präventionsbeauftragter der Polizei. Das bedeutet:
Die Sprayer haften über die gesamte Schadenshöhe, die durch das Entfernen
der Schmierereien und die Wiedergutmachung entsteht. "Juristisch heißt
das gesamtschuldnerische Haftung. Haben beide Jugendlichen beispielsweise einen
Schaden von insgesamt 25.000 Euro verursacht, haftet jeder über die gesamte
Schadenssumme für den Fall, dass der andere nicht zahlen kann", erklärte
Schwertfeger. Was die Jugendlichen meistens ebenfalls nicht wissen: Können
sie diesen Schaden nicht begleichen, kann der Geschädigte einen Schuldtitel
erwirken, der dann 30 Jahre durch einen Gerichtsvollzieher vollstreckbar ist.
Liegt ein solcher Titel vor, ist oftmals damit einhergehend ein Eintrag in der
Schufa vorhanden.
Das kann zur Folge haben, dass der Jugendliche bei Eintritt in die Erwerbstätigkeit
kein Girokonto erhält. "Auch wird er mit an Sicherheit grenzender
Wahrscheinlichkeit kein Handy auf seinen Namen anmelden können, weil die
Schufa-Auskunft negativ verlaufen wird", sagte Schwertfeger. Der Ratenkauf
einer Stereoanlage, eines Motorrades oder eines Pkw sei dadurch ebenfalls nicht
möglich. Und nicht zuletzt könne der Täter später nur schwerlich
eine eigene Wohnung finden, weil die meisten Vermieter sich eine Schufa-Auskunft
vorlegen lassen. Übrigens: Die zivilrechtlichen Forderungen können
gegen Jugendliche eingefordert werden, und die "Ausrede" der Sprayer,
dass sie über kein Einkommen verfügen, "zieht" nicht. (zurück
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01.06.04 - Klar Schiff - eine Zwischenbilanz nach gut zwei Jahren Arbeit in Kiel
Nach dem erfolgreichen Start der von
KLARSCHIFF initiierten Reinigungsaktionen wurden im Bereich Ravensberg rund
60 % und im Stadtteil Friedrichsort mehr als 25 % der verschmutzen Gebäude
von den Spuren des Farbvandalismus befreit.
Allein die Landeshauptstadt Kiel stellte für Beseitigung von Farbschmierereien
an eigenen Gebäuden und Bauwerken für die Jahre 2002 und 2003 insgesamt
450000 Euro bereit. Auch für das Jahr 2004 stehen im Haushalt wieder 200000
Euro für diesen Zweck zur Verfügung.
Auch das Bekämpfungskonzept der Kieler Polizei scheint Erfolg zu haben.
Mit rund 1350 angezeigten Sachbeschädigungen durch Graffiti wurde im Jahr
2003 die niedrigste Belastung der letzten vier Jahre verzeichnet: Dabei konnten
die Kieler Polizisten 76 Sprayer auf frischer Tat festnehmen.
Seit 2003 liegt der Schwerpunkt im Ortsteil Gaarden. Die Aktivitäten in
diesem Zielgebiet begannen im April 2003 mit einer groß angelegten Infoaktion
im Stadtteil. Besitzer von beschmierten Häusern wurden von der Stadt angeschrieben
und gebeten, die Aktion durch Reinigung ihres Besitzes zu unterstützen.
Gemeinsam mit dem Stadtteilmarketing Gaarden bemühte sich KLAR SCHIFF die
die Bevölkerung für das Problem zu sensibilisieren. Die Partner führten
dazu eine speziell an den Ortsteil angepasste Plakataktion durch und verteilten
Infobroschüren in deutscher und türkischer Sprache an die Bewohner.
Zeitgleich wurden die im Gebiet liegenden städtischen Gebäude (Schulen,
Jugendtreffs usw.) von Farbschmierereien befreit. Teams von Polizei und Jugendamt
führten an den Gaardener Schulen Aufklärungs- und Präventionseinheiten
durch.
Bis Anfang 2004 sind in Kiels am stärksten durch illegale Graffitis belasteten
Stadtteil immerhin bereits 22 Prozent der Schmierereien entfernt worden.
Nach Einschätzung des Bündnisses ein guter Anfang – aber bis
zu einem sauberen Stadtteil, mit einem auch äußerlich positiven Image
ist es noch ein langer Weg - ohne tatkräftige Mitwirkung der Menschen im
Stadtteil kaum zu schaffen!
Erfolg verspricht sich das Bündnis von speziellen Angeboten, mit denen
die Innungsbetriebe der Maler- und Lackierer sowie des Gebäudereiniger-Handwerks
Schleswig-Holstein die KLARSCHIFF-Aktion in Kiel unterstützen
.
So können Hausbesitzer ihre gestrichenen oder verputzten Fassaden im Rahmen
eines Wartungsvertrages für nur 4,50 Euro pro lfd. Meter - bei kostenloser
Erstreinigung - sauber halten.
Die aufwändigere Graffiti–Entfernung von rotem und gelben Ziegelmauerwerk,
Fliesen oder Waschbetonflächen kostet nur 14,80 Euro (mit speziellem Aktionsrabatt
für Gaarden sogar nur 13,30 Euro) pro Quadratmeter*
Mittlerweile sind auch die Umlandgemeinden Altenholz, Kronshagen und Raisdorf
dem Bündnis beigetreten. Nach Kieler Vorbild wollen die Verantwortlichen
dort in ihren Verwaltungsbereichen den Kampf gegen den Farbvandalismus verstärken.
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28.05.04 - Nach Zeugenhinweis wurden Sprayer auf frischer Tat erwischt
Nach dem Hinweis eines Zeugen haben
Polizeibeamte in der Nacht zum Freitag mehrere Farbschmierer festgenommen.
Kurz vor 3 Uhr meldete sich der Anrufer über 110 bei der Polizei und teilte
mit, dass gerade drei Personen in der Bergstraße Hauswände mit Farbe
besprühten.
Während mehrere Streifenwagen zum Einsatzort fuhren, gab der Zeuge über
sein Handy laufend den Standort der Sprayer weiter. So war es den Einsatzkräften
möglich, die überraschten Täter direkt vor ihren neu aufgetragenen
"Kunstwerken" festzunehmen.
Die Männer im Alter von 21, 22 und 32 Jahren waren angetrunken, ein Atemalkoholtest
ergab Werte zwischen 1,54 und 1,74 Promille.
In der Kleidung des 21-Jährigen entdeckten die Polizisten eine Lacksprayflasche
und zwei weitere Sprühdüsen. Der junge Mann gab zu, die Tags an die
Wände gesprüht hatte. Wie sich herausstellte, war er bereits früher
als Sprayer in Erscheinung getreten.
Nach den polizeilichen Maßnahmen kamen die Beschuldigten wieder auf freien
Fuß. Sie werden sich wegen Sachbeschädigung verantworten müssen
und ausserdem für die Reinigungskosten in Höhe von mehreren tausend
Euro aufzukommen haben. (zurück
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04.03.04
- Kriminalstatistik 2003 - Mehr Sachbeschädigungen
in Schleswig-Holstein
Laut Statistik ist in 2003 die Zahl der Sachbeschädigungen in Schleswig-Holstein
um 4,2 Prozent oder 1.360 Fälle auf insgesamt 33.660 Taten gestiegen.
„Die erhöhte Anzeigenbereitschaft
der Bevölkerung und stärkere Kontrollen führen dazu, dass mehr
Taten angezeigt werden“, sagte Innenminister Klaus Buß bei der Vorstellung
der Kriminalstatistik für das Jahr 2003 am Donnerstag (4. März) vor
der Presse in Kiel.
Spezialisierte Graffiti-Sachbearbeiter und Präventionskonzepte
wie „Klar Schiff“ in Kiel haben neben der präventiven Wirkung
auch durch repressive Maßnahmen mehr Delikte zu Tage gefördert. So
konnten in 2003 allein in Kiel-Friedrichsort 360 Fälle von Farbschmierereien
aufgeklärt werden, die noch aus den Jahren 2001 und 2002 stammten.
Da die Kriminalstatistik aber eine so genannte Ausgangstatistik ist, wird eine
Tat statistisch erst erfasst, wenn die polizeilichen Ermittlungen abgeschlossen
sind und der Fall an die Staatsanwaltschaft abgegeben wurde. Für Buß
zeigt das Beispiel erneut die eingeschränkte Aussagekraft einer lediglich
auf den Zeitraum eines Jahres ausgelegten Statistik.
Hoher Anteil Jugendlicher bei Raub, Körperverletzung und Sachbeschädigung
Grund zur Sorge sieht Buß in der erneuten Zunahme der Jugendkriminalität
um 2,2 Prozent. 25.360 Tatverdächtige unter 21 Jahre, rund 550 mehr als
im Vorjahr, stellte die Polizei 2003 fest. …mehr als jede zweite Sachbeschädigung
wird von einem jungen Menschen begangen.
„Die Polizei mit ihren spezialisierten Jugendsachbearbeitern, entsprechenden
Ermittlungsgruppen und präventiven Bemühungen wie Konflikttraining
in Schulen, Ausbildung von Konfliktschlichtern und Anti-Aggressionstraining
schöpft ihre Möglichkeiten aus“, sagte Buß. Wenn aber
die gesamte Gesellschaft, besonders die Eltern ihre Verantwortung nicht wahrnähmen,
blieben alle polizeilichen Strategien wirkungslos.
03.03.04
- Erfolge durch behördenübergreifende
Zusammenarbeit - Zoll nimmt Farbschmierer fest.
Eine zivile Streife des Zolls konnte am Mittwochmorgen anhand frisch aufgesprühter
Graffitis die Spur der Sprayer von der Kieler Innenstadt aus in Richtung Gaarden
verfolgen und drei Tatverdächtige festnehmen.
Die Beamten hatten im Bereich Kleiner Kuhberg die ersten noch frischen großflächigen
Schmierereien entdeckt. Die Täter waren offensichtlich über Waisenhofstraße
und Europaplatz weitergezogen, wo sie Schaufenster, Wände und Fassaden
mit bis zu 200 x 150 cm großen Buchstaben und Schnörkeln in blau
und orange bemalt hatten.
Anhand der Spuren drängte sich der Verdacht auf, dass die Sprayer über
die Hörnbrücke in Richtung Gaarden unterwegs waren. Die Zöllner
umrundeten die Hörn und trafen im Bereich der Halle 400 auf eine
Gruppe von drei jungen Männern. Bei der Überprüfung der Verdächtigen
zeigte sich, dass zwei von ihnen Farbanhaftungen an Händen und Kleidung
hatten. Zur Unterstützung riefen die Beamten die Polizei.
Eine Streifenwagenbesatzung des 4. Polizeirevier übernahm anschließend
die drei Männer, im Alter von 18 bis 21Jahren. Nach der Personalienfeststellung
auf dem Revier wurden sie wieder auf freien Fuß gesetzt.
Neben der Anzeige wegen Sachbeschädigung muss das Trio damit rechen, die
Kosten für die Beseitigung der Farbschmierereien zu tragen.(zurück
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01.12.03 - Klarschiff und Abfallwirtschaftsbetrieb Kiel starten gemeinsame Aktion
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Mit einer gemeinsammen Aktion haben der Abfall-wirtschaftsbetrieb Kiel (ABK) und das Kieler Bündnis gegen illegalle Graffitti eine neue Kampagne gegen Farbschmierereien gestartet. An fünfzehn Müllfahrzeugen werden die Kieler Bürgerinnen und Bürger ab sofort dieses Plakat entdecken. Vertreter des Bündnisses und des ABK stellten die Aktion am Montag auf dem Rathausplatz vor. |
| Mit 30 Großplakaten macht KLAR SCHIFF in den nächsten Wochen mobil im Kampf gegen Farbschmierer | ABK Werkleiter Hans Bilger findet, "diese Form der Zusammenarbeit liegt auf der Hand, denn die Sauberkeit in Kiel ist das tägliche Geschäft der Müllwerker und Straßenreiniger." |
13.10.03 - Sprayer nach Verfolgung gefasst
Nach Hinweis eines Zeugen hat eine Streifenwagenbesatzung einen Farbschmierer im Stadtteil Südfriedhof entdeckt, den Flüchtigen verfolgt und schließlich festgenommen.
Ein Anrufer teilte Montag, gegen 1.40 Uhr mit, einen jungen Mann mit roter
Jacke beobachtet zu haben, der im Bereich Kirchhofallee / Lutherstraße
gesprayt habe. Auf dem Weg zum Einsatzort entdeckte die Streife die beschriebene
Person. Der junge Mann ergriff sofort die Flucht.
Während ein Beamter die Verfolgung zu Fuß aufnahm, folgte der andere
zunächst mit dem Streifenwagen. In der Jeßstraße verlor sich
die Spur des Flüchtenden. Bei der Absuche der näheren Umgebung vernahmen
sie plötzlich Geräusche aus dem Bereich von parkenden Fahrzeugen und
ergriffen den Gesuchten, der gerade unter einem Auto hervorkroch.
Bei der Durchsuchung des Festgenommenen fanden die Polizisten den grünen
Deckel einer Spraydose und an den Händen hatte der Mann entsprechende Farbspuren.
Mit dem 18-Jährigen begaben sich die Beamten an den Ort der Farbschmiererei.
An der Wand eines Hauses in der Kirchhofallee prangte dann auch ein großes
grünes "H", offensichtlich frisch gesprayt. Die entsprechende
Farbdose lag in der Nähe.
In der Wohnung des Beschuldigten entdeckten die Beamten eine Vielzahl von Sprayvorlagen.
Der 18-Jährige wurde nach den polizeilichen Maßnahmen entlassen,
er wird sich wegen Sachbeschädigung verantworten müssen, darüber
hinaus hat er mit den Kosten für die Beseitigung seines "Kunstwerks"
zu rechnen.(zurück
zur Übersicht)
13.08.03 - Klarschiff gewinnt den Präventionspreis der Landespolizei Schleswig-Holstein
| Das Projekt „KLARSCHIFF – Kieler Bündnis gegen illegale Graffiti“ erhält den Präventionspreis 2003 der Landespolizei. |
| Wie Innenminister Klaus Buß heute bei der Preisverleihung in Pinneberg
sagte, hat das Kieler Bündnis ein Konzept gegen Farbschmierereien und
Sachbeschädigungen entwickelt, das illegale Graffiti erfolgreich bekämpft
und einer drohenden Verwahrlosung von Stadtteilen und einem wachsenden Unsicherheitsgefühl
in der Bevölkerung entgegenwirkt. „Inzwischen interessiert man sich überall in Deutschland für das Kieler Anti-Graffiti-Konzept“, sagte Buß. |
Das Kieler Bündnis gegen illegale Graffiti wurde Anfang 2001 ins
Leben gerufen. Seitdem sind Aktionen gegen Farbschmierer ein Schwerpunkt
der polizeilichen Arbeit. Die Beamtinnen und Beamten der Polizei Kiel
konnten im vergangenen Jahr 103 Tatverdächtige festnehmen, im Vorjahr
wurden 64 Tatverdächtige ermittelt gegenüber 48 Tatverdächtigen,
die im Jahr 2000 festgestellt wurden. „Das Entdeckungsrisiko für
die Täter deutlich erhöht“, erklärte Buß. |
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| Innenminister Buß bei der Preisansprache in der
restaurierten Landdrostei Pinneberg. (Foto: KLARSCHIFF) |
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Weitere Bestandteile des KLARSCHIFF Konzepts sind eine umfassende Informationen der Bürgerinnen und Bürger, die Einrichtung einer zentralen Graffiti-Meldestelle sowie die ständige und enge Kooperation mit kommunalen Ämtern, mit Parteien, Stadtteilvertretern, Vereinen, Verbänden und der regionalen Wirtschaft. |
v.l.n.r.Stellvertretend für die übrigen Bündnispartner nahmen sie den Preis von Innenminister Buß entgegen: Manfred Wagner (Stadt Kiel), Werner Tanck (Polizei), H.Sindt (Haus&Grund). (Foto: KLARSCHIFF) |
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| Der Präventionspreis der Landespolizei ist ein Wanderpreis in Form eines Bronzereliefs des Münchener Bildhauers Josef Fromm. Ausgezeichnet werden in jedem Jahr Projekte, die sich in besonderer Weise mit der Verhinderung von Straftaten auseinander gesetzt haben. Der Präventionspreis der Landespolizei wird seit 1990 verliehen. (zurück zur Übersicht) | ![]() |
11.06.03 - Polizei nimmt 18-jährige Sprayerin fest
In der Nacht zu Mittwoch haben Polizeibeamte eine 18-jährige Sprayerin
aus Kiel festgenommen.
Ein Mitarbeiter der Kieler Wach- und Schließgesellschaft meldete gegen
2.20 Uhr, dass eine Person gerade die Wände eines Gebäudes am Rondeel
ansprühte. Kurze Zeit später trafen drei Streifenwagen des 3. Polizeireviers
am Tatort ein. In unmittelbarer Nähe machten die Beamten drei Verdächtige
aus. Unter ihnen befand sich eine Frau - auf diese traf die Täterbeschreibung
zu. Die Polizisten stellten schwarze Farbanhaftungen an ihren Händen fest.
Eine Beamtin durchsuchte die Frau daraufhin. Unter ihrem Pullover versteckte
sie eine große Sprühdose mit schwarzer Farbe. Auch ans Licht kamen
Plastikhandschuhe, drei weitere Sprühdosen und andere Sprayerutensilien.
An der Gebäudewand war ein frisches Graffiti mit schwarzer Farbe angebracht.
Den gleichen Schriftzug entdeckten Beamte nicht weit
entfernt an einem Zaun der Berufschule am Königsweg. Das 2,5 Meter x 1
Meter große Tag war ebenfalls frisch. Bei einer anschließenden Wohnungsdurchsuchung
stellte die Polizei weitere Sprühdosen, Plastikhandschuhe und Sprühvorlagen
sicher.(zurück
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09.05.03 - Dank Hinweisen aus der Bevölkerung konnten wieder mehrere Farbschmierer festgenommen werden.
Beamte des 3. Polizeireviers haben am Donnerstagabend (8.Mai) wieder Graffitisprayer
festgenommen. Eine uniformierte Fahrradstreife befuhr gegen 18.20 Uhr den Bereich
der Moorteichwiese. An der Betonwand zum Parkplatz der Max-Planck-Schule entdeckten
sie eine Jugendliche, die dort sprayte. Das Mädchen trug Einweghandschuhe
und hielt in jeder Hand eine Farbdose. In ihrem Rucksack hatte sei weitere Sprühdosen,
Sprühköpfe und „Tagvorlagen“.
Auf Vorhalt erklärte die 16-jährige Eckernförderin, sie sei der
Meinung, an dieser Wand sei Sprayen erlaubt. Die Polizisten belehrten
sie eines Besseren, stellten ihre Utensilien sicher und erstatteten Anzeige
wegen Sachbeschädigung. Die Beschuldigte zeigte Reue und
erklärte sich bereit, die Betonwand zu säubern.
Gegen 21.50 Uhr teilten Anwohner der Gärtnerstraße telefonisch
mit, zwei junge Männer hätten gerade ein Tor und Laternenmasten mit
Farbstiften beschmiert. Mehrere Einsatzfahrzeuge machten sich auf den Weg. Im
Wulfsbrook entdeckte die Beamten an einer Bushaltestelle eine fünfköpfige
Gruppe Jugendlicher, darunter zwei Mädchen. Einer der Jugendlichen malte
gerade sein „Tag“ an eine Mülltonne.
Wie sich bei der anschließenden Überprüfung herausstellte, hatten
ein 16- und ein 20-Jähriger die Schriftzüge verursacht. Entsprechende
Stifte entdeckten die Beamten bei den Durchsuchungen. Gegen die Beschuldigten
wurden Strafverfahren eingeleitet.
09.05.03 - Gemeinde Raisdorf tritt dem Bündnis KLAR SCHIFF bei
Es hat drei Monate gedauert, aber nun ist es soweit. Mit der Gemeinde Raisdorf tritt im Mai 2003 die zweite Umlandgemeinde dem Kieler Bündnis gegen illegale Graffiti bei. Allmählich wirkt damit das Kieler Projekt ins Land hinein und es formiert sich eine immer größere Allianz im Kampf gegen den Farbvandalismus. (zurück zur Übersicht)
07.05.03 Erste Erfolge in Gaarden
Die KLAR SCHIFF Aktion
im meistbeschmierten Stadtteil Kiels zeigt allmählich Erfolg.
Im April hatten Hauseigentümer auf zwei Infoveranstaltungen (KIBA-Infoabend
und Blumenfest Vinetaplatz) Gelegenheit sich durch Vertreter des Handwerks über
Möglichkeiten und Methoden der Graffiti-Entfernung und Propyhlaxe informieren
zu lassen.
Das Bündnis verteilte in der letzten Woche rund 10.000 Infozettel im Stadtteil
um die Bevölkerung zur Unterstützung der Aktion aufzufordern.
Und die Stadtverwaltung und mehrere Hauseigentümer begannen mittlerweile
damit ihre Gebäude zu säubern.
So erstrahlt mittlerweile die Schwimmhalle in der Johannesstraße wieder in frischem Glanz ( Bilder vor und nach der Reinigung)(zurück zur Übersicht)
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| bewegen Sie die Maus über die Bilder ... | ...und sehen Sie die Erfolge |
08.04.03 Klar Schiff beginnt mit Aktion im Stadtteil Gaarden
Für das Jahr 2003 wurde Gaarden als Zielgebiet ausgewählt. Im April beginnt die Aktion mit einer groß angelegten Infoaktion im Stadtteil, bei der alle Hausbesitzer und Bewohner durch Plakate und Handzettel sensibilisiert werden sollen. KLAR SCHIFF bietet den Anliegern die Möglichkeit, ihren Stadtteil "auf einen Schlag" zu säubern. Zeitgleich werden die im Gebiet liegenden städtischen Gebäude (Schulen, Jugendtreffs usw.) von Farbschmierereien befreit.
Dabei sehen sich die KLAR SCHIFF - Partner in einer Initiatorenrolle. Der Erfolg der Aktion steht und fällt mit Unterstützung der privaten Hauseigentümer. Um diesen die Entscheidung zu erleichtern, hat die Landesinnung der Gebäudereiniger für diese Aktion günstige Reinigungsangebote aufgelegt.
Am Donnerstag, 10. April 2003, bietet KLAR SCHIFF zum Thema Reinigung und Vorbeugung außerdem einen Infoabend mit Fachleuten des Gebäudereiniger- und Malerhandwerks an. Die Veranstaltung findet um 19.00 Uhr, in der Cafeteria der KIBA, im Gaardener Ring 3 statt.
Auch die Kieler Polizei leistet ihren Beitrag und hat zugesichert, ihre Präsenz im Stadtteil zu erhöhen. Während und nach der Aktion wird die Polizei den Bereich durch gezielte Maßnahmen verstärkt überwachen. Verbunden mit den Reinigungsarbeiten werden in den Gaardener Schulen begleitende Aufklärungsveranstaltungen zum Thema illegale Graffiti durchgeführt.
Mehr Infos zum Bündnis
und zum Reinigungsangebot unter der Hotline 01802 431 431 (6 Cent pro Minute)
oder im Internet www.klarschiff-kiel.de. Hier können auch Reinigungstipps abgerufen
werden.(zurück
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02.03.03 - Wieder drei Sprayer auf frischer Tat festgenommen
In der Nacht zum Sonntag haben Polizeibeamte in Zivil in Mettenhof drei Sprayer auf frischer Tat beobachtet und festgenommen.
Gegen 2.20 Uhr befand sich die Zivilstreife gerade im Bereich des Kurt-Schumacher-Platzes, als den Beamten drei Personen auffielen. Als zwei der Verdächtigen wenig später in Höhe des Durchganges zum Osloring eine Wand mit heller Farbe besprühten. wurden sie festgenommen. Die drei jungen Männer hatten silberne Farbanhaftungen an den Fingern und zum Teil an der Kleidung. Sprühdosen hatten sie nicht dabei. Aber die Durchsuchung eines nahegelegenen Gebüschs brachte die Tatwerkzeuge zum Vorschein. Offenbar hatten die Sprayer zuvor ihre Eddings und die Sprühdose weggeworfen.
An drei verschiedenen Stellen am Kurt-Schumacher-Platz hinterließen die alten Farbschmierer ihre frischen Tags, auch ein Baum musste als Untergrund herhalten.
Die drei 19, 21 und 23
Jahre Sprayer aus Mettenhof sind der Polizei bereits einschlägig bekannt - auch
als Drogenkonsumenten. Sie räumten ein, für weitere Taten in der Vergangenheit
rund um den Kurt-Schumacher-Platz verantwortlich zu sein. Bei zwei von ihnen
durchsuchten die Beamten die Wohnungen. Dort wurden weitere Sprayer- Utensilien
und Beweismittel sichergestellt.
(zurück
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18.02.03 - Klar Schiff wird im Stadtteil Gaarden aktiv
Das nächste wahrlich große
Projekt des KLAR SCHIFF Bündnisses nimmt Gestalt an.
Im Frühjahr 2003 haben die Bündnispartner sich den Kieler Ostufer-Stadtteil
Gaarden vorgenommen. Am Dienstag stellte das Bündnis seine Pläne im Gemeindezentrum
RÄUCHEREI erstmals der Öffentlichkeit vor.
Als größte Herausforderung sieht Bündnissprecher Wolf Schmidt (Polizei Kiel)
dabei die Sensiblisierung der Gaardener Bevölkerung an. Laut Polizeistatistik
stehen nämlich die geringe Zahl angezeigter Farbschmierereien und der tatsächliche
optische Eindruck im Stadtteil in krassem Gegensatz zueinander. Offenbar herrscht
bei den Hauseigentümern ein hohes Maß an Resignation vor, die es zu durchbrechen
gilt.
Bevor andere Maßnahmen greifen können, müssen die Menschen
zunächst einmal erkennen, dass sie es in der Hand haben, gemeinsam
für mehr Wohnqualität in ihrem Bereich zu sorgen. |
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01.02.03 - Gemeinde Raisdorf erwägt Bündnisbeitritt
Der Gemeinde Raisdorf machen
laut Bürgermeister Klaus Schade Graffiti-Schmierereien an Gebäuden und Lärmschutzwänden
schwer zu schaffen. Einem Bericht der Kieler Nachrichten vom 1. Februar 2003
zufolge denken die Gemeinde-Verantwortlichen nun ernsthaft über einen Beitritt
zum KLAR SCHIFF Bündnis nach....
lesen sie den KN-Artikel
(zurück
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26.01.03 - Sprayer müssen für Schäden aufkommen
Aufgrund eines Zeugenhinweises haben Polizeibeamte am Sonnabend (25. Januar) im Stadtteil Südfriedhof drei jugendliche Sprayer festgenommen.
Kurz vor 21 Uhr teilte ein Anrufer mit, er hätte im Bereich der Stralsundhalle im Winterbeker Weg Farbschmierer bei der Arbeit beobachtet. Mehrere Streifenwagenbesatzungen nahmen die Fahndung auf und konnten an der Stirnseite des Gebäudes Verdächtige ausmachen. Die Jugendlichen ergriffen beim Erkennen der Polizisten die Flucht, einer konnte jedoch schnell eingeholt und festgenommen werden. Der 14-jährige Jugendliche aus Kiel trug einen Rucksack bei sich, in dem sich Spraydosen und Markerstifte befanden. Außerdem entdeckten die Beamten bei ihm eine Gaspistole und im Portmonee zwei Marihuana-Tütchen mit. Kurze Zeit später wurden auch die beiden Komplizen festgenommen.
Die 13 und 14 Jahre alten Jungen aus einer Umlandgemeinde hatten sich mit ihrem Freund in Kiel zum Sprayen verabredet und wollten den Rest der Nacht bei ihrem Kumpel in Kiel verbringen. Jetzt kam alles anders, den größten Teil der Nacht verbrachten sie auf dem Polizeirevier. Anschließend ordnete der Staatsanwalt eine Durchsuchung der Zimmer der Jugendlichen an.
Im Beisein der überraschten Eltern wurde bei den Durchsuchungen weiteres Beweismaterial, wie Lektüren, entsprechende "Tagvorlagen" und Sprühköpfe, sichergestellt.
Trotz ihren sehr jungen Alters gingen die Festgenommenen sehr gezielt und mit hoher Professionalität vor. Die von ihnen verwendeten Tags prangen an vielen Stellen der Stadt. Während der 13- Jährige noch nicht strafmündig ist, haben die beiden anderen mit einem Jugendgerichtsverfahren zu rechnen. Die Kosten für die Beseitigung der Verunreinigungen dürften indes noch erheblich empfindlicher sein.(zurück zur Übersicht)
11.11.02 - Polizei übt unvermindert Druck auf die Sprayerszene aus
Entsprechend ihrer Verpflichtung im Bündnis KLAR SCHIFF sieht die Kieler Polizei einen Schwerpunkt ihrer Arbeit in der präventiven und repressiven Bekämpfung illegaler Graffiti. In den vergangenen Nächten sind wieder zivile und uniformierte Einsatzkräfte gezielt und mit Erfolg unterwegs gewesen.
Am Sonnabend um 21.45
Uhr fielen Beamten des 1. Polizeireviers vier Jugendliche im Bereich der Einkaufsmärkte
in der Straße Brauner Berg auf. Diese bemalten einen Metallpfahl mit schwarzer
und blauer
Farbe. Bevor es zu weiteren Sachbeschädigungen kommen konnte, schlugen die Fahnder
zu. Drei der Jugendlichen im Alter zwischen 14 und 17 Jahren wohnten im Bereich
Pries / Friedrichsort, ein anderer 16-Jähriger kam aus Gaarden. Darüber hinaus
gehörten zwei der Verdächtigen zum Kern der örtlichen Schmiererszene. Da bei
der Durchsuchung der Festgenommen keine weiteren Sprayerutensilien
gefunden wurden, kamen sie auf freien Fuß.
Zu einer weiteren Festname
von Graffitisprayern kam es am frühen Sonntagmorgen im Bereich der letzten Brücke
vor dem Autobahnende.
Kurz nach 2 Uhr teilten Verkehrsteilnehmer der Polizei per Handy mit, sie hätten
Sprayer beobachtet, die die Brücke vor Ikea beschmierten. Einer Streifenwagenbesatzungen
des 3. Polizeireviers fielen zwei junge Männer auf, die sich unterhalb der angegebenen
Brücke aufhielten. Bei der Überprüfung der Verdächtigen fanden die
Polizisten in deren Rucksäcken insgesamt 15 Farbdosen. An der Kleidung und den
Händen der 21 und 23 Jahre alten Männer fielen deutlich blaue und grüne Farbanhaftungen
auf. Andere Einsatzkräfte entdeckten an den Brückenpfeilern zwei frisch aufgetragene
Bilder in einer Größe von jeweils von 2 x 6 Metern. Nach der
Erkennungsdienstlichen Behandlung der Festgenommenen ordnete der Bereitschaftsstaatsanwalt
die Durchsuchung ihrer Wohnungen an.
Während die Beamten in den Räumen des Kielers keine Beweismittel entdeckten,
konnten sie bei dem Altenholzer Sprayerunterlagen und Szenebücher sicherstellen.
Neben der Anzeige wegen Sachbeschädigung
haben die Beschuldigten mit einer erheblichen Geldforderung für die Reinigung
der Flächen zu rechnen.
(zurück zur Übersicht)
17.10.02 - Polizei stellt Sprayer in Mettenhof an angeblich legaler Fläche
Nach Hinweisen von Zeugen
haben Beamte des 3. Polizeireviers am Mittwochnachmittag im Stadtteil Mettenhof
zwei Sprayer auf frischer Tat an einer vermeindlich legalen Fläche festgenommen.
Gegen 16.30 Uhr verständigten mehrere Bürger die Polizei, weil an der Rückwand
der Turnhalle des Bildungszentrums Mettenhof geschmiert wurde.
Wenig später konnten die eingesetzten Polizisten zwei junge Männer noch beim
Sprühen
antreffen. An der Wand prangten In großen Buchstaben bereits zwei bunte Tags.
Die 19- und 23-jährigen "Künstler" erklärten den Beamten, sie dürften hier ganz legal sprayen, da die Fläche freigegeben sei.
Derartige Einwände hören Polizisten oft, wenn sie Sprayer auf frischer Tat antreffen. Auch in diesem Fall stellte sich auf Nachfrage bei den Eigentümern heraus, dass es sich nicht um eine legale Fläche handelte. Die Beamten stellten sieben Farbdosen sicher. Gegen die beiden Kieler wurde Anzeige wegen Sachbeschädigung erstattet.(zurück zur Übersicht)
11.10.02 - Im Rahmen von KLAR SCHIFF zeigte das Gebäudereiniger-Handwerk Flagge Am 10. und 11. Oktober reinigte der Berufsnachwuchs der Gebäudereiniger die Fußgängerbrücke über den Düsternbrooker Weg von Graffiti-Schmierereien und trug anschließend einen Schutz auf.Dazu Innungsobermeister Dieter Kuhnert, gleichzeitig im Koordinierungsausschuss von KLAR SCHIFF: "Das Bündnis lebt von der Zusammenarbeit zwischen der Stadt Kiel, der Polizei und der Wirtschaft. Als Bündnispartner und fachlich zuständige Organisation sponsern wir dieses Projekt gern." |
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Die Arbeiten selbst wurden durch das dritte Lehrjahr der Landesberufsschule
des Gebäudereiniger-Handwerks (Berufsschulzentrum Gellertstraße)
unter der Leitung von Ausbildungsmeister Michael Plambeck und Fachlehrer
Uwe Steggewentz durchgeführt. Michael Plambeck: "In der Bevölkerung
ist immer noch nicht ausreichend bekannt, dass die 3-jährige Ausbildung
zum/r Gebäudereiniger/in eine handwerkliche Vollausbildung mit äußerst
anspruchsvollen Tätigkeitsgebieten u. a. Fassadenreinigung, Schädlingbekämpfung,
Krankenhaus- und Laborreinigung, Dekontaminationsarbeiten, Büro- und
Gewerbe-, Unterhaltsreinigung etc. darstellt." Zurzeit werden 60 Lehrlinge landesweit ausgebildet. Das Gebäudereiniger-Handwerk stellt mit bundesweit 6.200 Betrieben und 700.000 Beschäftigten rund 10 % aller Beschäftigten im Handwerk. In Schleswig-Holstein sind 165 Betriebe mit etwa 14.000 Beschäftigten tätig, davon knapp 70 Betriebe in der Landesinnung in Kiel organisiert.(zurück zur Übersicht) |
20.09.02 - Polizeistreife überrascht Sprayer.
In der Nacht zum Freitag hat die Polizei im Kieler Stadtteil Projensdorf zwei Sprayer aus frischer Tat überrascht.
Gegen ein Uhr fuhr eine
Streife des 1. Reviers durch den Projendsdorfer Tunnel entlang der Bundesstraße
503 Dabei bemerkten die Beamten zwei Personen, die beim Anblick der Polizisten
durch eine Tunneltür flüchteten. Dier Streifenbesatzung konnte jedoch noch im
Tunnel einen Verdächtigen festnehmen.
Der angetroffene 20-Jährige aus Kiel hatte noch seine Handschuhe an und hielt
eine Spraydose in der Hand. Sein Mittäter konnte unerkannt durch ein Gebüsch
in die Dunkelheit flüchten. Bei der Absuche im Tunnel fanden die Polizisten
frisch besprühte Wände.
in einem Rucksack führte der Tatverdächtige weitere Sprühdosen mit , die sichergestellt
wurden.
Bei der anschließenden Wohnungsdurchsuchung des Beschuldigten konnten weitere
elf Sprühdosen und zwei wasserfeste Stifte sichergestellt werden.
Nach Beendigung der polizeilichen Maßnahmen wurde der junge Mann wieder auf
freien Fuß gesetzt. Er muss neben einem Strafverfahren wegen Sachbeschädigung
nun mit Schadenersatzforderungen in Höhe von mehreren tausend Euro rechnen.(zurück
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10.09.02 - Neues Aktionsgebiet Friedrichsort
Die Vorbereitungen für
das nächste Zielgebiet sind bereits angelaufen. Ab Mitte Oktober ist eine Reinigung-Aktion
in Friedrichsort/Pries geplant. Dort ist besonders das Gebiet rund um die Einkaufszone
stark von Farbschmierereien betroffen.
In den letzten Jahren haben Sprayer dort für viel Ärger bei den Bewohnern und
Geschäftsleuten gesorgt. Viele Geschädigte haben bereits Eigeninitiative gezeigt.
Dennoch sind die vielen Verunreinigungen durch Graffiti in dieser Gegend für
jedermann deutlich sichtbar. Die Zahlen sprechen für sich - allein im Jahre
2001 hat die Polizei in Friedrichsort und in Pries insgesamt 409 angezeigte
Sachbeschädigungen registriert.
Auch diese Aktion wird durch begleitende Aufklärungsarbeit an den Schulen der
beiden Stadtteile und durch sichtbare Erhöhung der Präsenz begleitet.(zurück
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01.09.02 - Gemeinde Altenholz schließt sich dem Kieler Bündnis KLARSCHIFF an.
Mittlerweile stößt die
Aktion KLAR SCHIFF auch über die Grenzen Kiels hinaus auf Zustimmung. Denn illegale
Graffiti sind kein Problem der großen Städte. Auch kleinere Gemeinden leiden
unter Farbsprayern, die dort ihre Vorstellung von Kunst anderen aufzwingen wollen.
Erfolge können nur erzeilt werden, wenn möglichst viele gemeinsam gegen Farbschmierereien
vorgehen. Als erste Umlandgemeinde trat im September die Gemeinde Altenholz
dem KLARSCHIFF-Bündnis bei.
KLARSCHIFF rechnet noch im Herbst mit Beitritten weiterer Kommunen. Die Gemeinden
Kronshagen und Raisdorf haben bereits ihr Interesse bekundet, dem Bündnis beizutreten
und in der eigenen Ortsbereichen tätig zu werden. (zurück
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26.07.02 - Aktion am Ravensberg war ein toller Erfolg !
Die erste konzentrierte
Aktion des Kieler Bündnisses KLAR SCHIFF im Stadtteil Ravensberg war ein voller
Erfolg!
Mitte Mai hatte KLAR SCHIFF, das Kieler Bündnis gegen illegale Graffiti, in
diesem Ortsteil seine erste Initiative gestartet und alle betroffenen Hauseigentümer,
Gewerbetreibenden und die Universität aufgerufen, ihre mit Farbschmierereien
verunreinigten Flächen zu säubern. Diese Überzeugungsarbeit, die das Bündnis
im Vorfeld der Aktion leistete, ist offenbar bei vielen Betroffenen angekommen.
Nach der Erhebung des aktuellen Ist-Standes haben fast die Hälfte der Eigentümer
von durch Farbvandalismus verunstalteten Häusern ihre Fassaden bereits gereinigt
oder aber die entsprechenden Säuberungsaufträge erteilt.
Graffiti-frei sind aber nicht nur viele private Wohnhäuser. Auch die Überführung
des Olof-Palme-Dammes über der Olshausenstraße ist mittlerweile sauber. Ebenso
wurden die im Bereich befindlichen städtischen Schulen und die Universitätsgebäude
von Farbschmierereien befreit.
Da das Projekt KLAR SCHIFF zukunftsweisend sein soll, begleiteten Jugendamt und Polizei die Aktion mit gezielten Präventions- und Aufklärungskampagnen in den Schulen des Einzugsgebiets Ravensberg. In 28 Klassen brachten Teams aus Polizisten und Jugendarbeitern den Schülerinnen und Schülern im Alter von 11 bis 15 Jahren die Probleme, die illegale Graffiti verursacht, nahe.
Befürchtete Gegenaktionen aus der Sprayerszene konnten durch eine Erhöhung der polizeilichen Präsenz weitgehend verhindert werden.
"Diese Auftakt-Aktion ist ein voller Erfolg und belegt, dass durch eine gemeinsame Initiative viel erreicht werden kann", meint Werner Tanck, Leiter der Polizeiinspektion Kiel und ist sich darin mit den übrigen Mitgliedern des Kieler Bündnisses gegen illegale Graffiti einig. Die Vertreter der Wohnungswirtschaft freuen sich über die große Akzeptanz, die KLAR SCHIFF genießt. "Das Interesse und die Teilnahmebereitschaft seitens der Eigentümer war sehr groß. Wir hoffen, dass wir weiterhin eine so starke Resonanz erfahren", sagt Volker Sindt, Geschäftsführer von Haus & Grund Kiel.
Für die Bewohner rund um
den Ravensberg ist die Aktion sicher nicht vorbei. Denn ein nachhaltiger Erfolg
kann sich nur einstellen, wenn den Sprayern klargemacht wird, dass es in diesem
Stadtbereich auch dauerhaft keine Gelegenheiten mehr geben wird, ihre illegalen
"Werke" zu präsentieren. Fachbetriebe bieten gegen Neuverschmutzung Permanent-Schutzbeschichtungen
an.
Auch für diejenigen, die sich bislang nicht an der Reinigungsaktion am Ravensberg
beteiligt haben, ist es also nicht zu spät!
Für die Bündnispartner
von KLAR SCHIFF hat die "Arbeit für Kiel" erst begonnen. Nach und nach sollen
nun weitere Stadtteile direkt in die Initiative einbezogen werden.
"Das bedeutet nicht, dass Betroffene nicht auch schon vorher in ihrem eigenen
Umfeld mit der Reinigung verschmutzter Flächen beginnen können", so Wohnungsamtsleiter
Manfred Wagner, der für die Landeshauptstadt verantwortlich im Bündnis mitarbeitet.
Im Gegenteil, je größer die Bereitschaft, mit der sich die Bürger aktiv an der
Aktion KLAR SCHIFF beteiligen, desto schneller wird das gewünschte Ergebnis
- ein sauberes und sicheres Kiel - erreicht.(zurück
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04.07.02 - Sprayergruppe verursachte rund 20.000 Euro Sachschaden
Nach monatelanger Ermittlungsarbeit
konnte die Kieler Polizei fünf Jugendliche Sprayer ermitteln, denen zahlreiche
Farbschmierereien im gesamten Stadtgebiet nachgewiesen wurden. Mit ihrem Farbvandalismus
richteten die Täter einen Gesamtschaden von rund 20.000 Euro an.
Die fünf Jugendlichen begingen seit Dezember 2000 im gesamten Stadtgebiet unzählige
Taten. Sie sprühten ihre Zeichen (Tags) dabei Häuserwände und Verkehrsschilder.
Sie beschmierten Sitze in Bussen und verunstalteten Unterstände an 'Bushaltestellen.
Im Februar 2002 kamen Beamte der Polizeistation Mettenhof dank eines anonymen
Hinweises auf die Spur der Schmierfinken. Die Ermittlungen, die in Zusammenarbeit
mit dem 2. Polizeirevier erfolgten, dauerten bis Juni, dann standen die fünf
Beschuldigten fest. Es handelt sich dabei um einen 14-jährigen, zwei 15-jährige
und zwei 16-jährige Jungen aus Kiel.(zurück
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03.07.02 - jugendliche Sprayer auf frischer Tat ertappt
In Schilksee hat am späten
Mittwochabend (03.07.02) eine Zivilstreife der Polizei zwei jugendliche Sprayer
auf frischer Tat festgenommen.
Kurz nach 23 Uhr waren die Beamten des 1. Polizeireviers in ziviler Kleidung
im Ortsteil Schilksee unterwegs. Während ihrer Streife konnten die beiden Polizisten
zwei Jugendliche beobachten, die gerade die Wand eines Supermarkts in der Straße
Langenfelde beschmierten. Die beiden 15 und 17 Jahre alten Jungen aus Kiel konnten
am Tatort festgenommen werden. Anschließend wurden sie ihren Eltern übergeben.(zurück
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17.06.02 - Betrunkene Sprayer festgenommen.
Ziemlich tief in die Flasche geguckt hatten zwei Sprayer, die Beamte des 3. Polizeireviers am frühen Sonntagmorgen im Stadtteil Hasseldieksdamm festgenommen haben.
Ein anonymer Hinweis brachte
die Polizei gegen 4.40 Uhr auf die Spur der jungen Männer, die gerade an einer
Garagenwand in der Hofholzallee ihr Unwesen trieben. Eine Streifenwagenbesatzung
entdeckte in einiger Entfernung vom Tatort zwei Verdächtige, die einen abgehetzten
Eindruck machten und Schweißperlen auf der Stirn hatten. Bei der Durchsicht
der mitgeführten Rucksäcken entdeckten die Beamten dann die Spraydosen.
Frische Farbreste an den Sprühköpfen der Dosen deuten darauf hin, dass damit
kürzlich gearbeitet wurde. Der Farbvergleich an der Garagenwand brachte schließlich
die Gewissheit, die Richtigen erwischt zu haben.
Die beiden 17 und 18 Jahre
alten Beschuldigten hatten offensichtlich dem Alkohol kräftig zugesprochen.
Bei dem 18-Jährige zeigte das Prüfgerät einen Atemalkoholgehalt von 1,63 Promille
an. Sein jüngerer Kumpan übertraf ihn mit 2,19 Promille noch erheblich.
Bei der anschließenden Wohnungsdurchsuchung stellte die Polizei weitere Beweismittel
sicher, die erkennen ließen, dass die beiden der Sprayerszene zuzuordnen sind.
Im Zimmer des 17-Jährigen fanden die Beamten darüberhinaus eine Tüte Marihuana.
Die ahnungslosen Eltern waren ziemlich erschüttert, als sie am Sonntagmorgen
mit den unangenehmen Tatsachen konfrontiert wurden.
Da jetzt bekannt ist, welche Tags die beiden verwenden, laufen die Ermittlungen, ob sie für weitere Sachbeschädigungen in Frage kommen. Neben einer Strafe haben die Beschuldigten mit Schadenersatzforderungen zu rechnen, die erst nach 30 Jahren verjähren.(zurück zur Übersicht)
30.05.02 -
Aufklärung und Prävention werden bei KLAR SCHIFF-Aktionen großgeschrieben.
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Wesentlicher Bestandteil der KLAR SCHIFF-Aktionen ist
die Aufklärung an Schulen. In Zusammenarbeit mit den vier Schulen,
in deren Einzugsbereich das erste Aktionsgebiet liegt, begannen seit dem
13. Mai Präventionsunterrichte in den 7. 8. und 9 Klassen.
Da die Schulleitungen, dem Projekt sehr aufgeschlossen gegenüberstehen, konnten Teams aus Mitarbeitern von Jugendamt und Polizei in den letzten Wochen bereits die Hälfte der rund 30 Klassen aufsuchen. In zweistündigen Veranstaltungen, ist es gelungen mit Jugendlichen ins Gespräch zu kommen und ihnen die Problematiken illegaler Farbschmierereien zu vermitteln. |
Neben Gesprächen können sich die Schülerinnen und Schüler auf praktische Weise mit den Problemen von Farbschmierereien auseinandersetzen. |
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Schnell wird klar, dass herkömmliche Haushaltsreiniger nicht weiterhelfen und stattdessen eine teure Spezialreinigung erforderlich ist. |
Etwa 14 Tage nach den Veranstaltungen erhalten die Jugendllichen einen Fragebogen, in dem sie - selbstverständlich anonymisiert - ihre Meinung über die Aufklärungsaktion abgeben können. So soll die Wirkung der Aufklärungskampagne überprüft werden. Eventuelle Schwachstellen können aufgedeckt und verbessert werden. Begleitend bietet KLAR SCHIFF in jeder der Schulen im Juni einen Informationsabend für interessierte Eltern an. Neben allgemeinen Fragen zu den Auswirkungen illegaler Graffiti, können Eltern dort Rat bekommen, wie sie ihre Kinder vor einer eventuellen "Sprayerkarriere" abhalten. |
20.05.02 - KLAR SCHIFF in Kiel - den Worten folgen die Taten
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Endlich ist es soweit - den Worten folgen die Taten! - die Arbeiten haben begonnen - Konzentriert auf den Bereich Ravensberg und Universität begann am
13. Mai die erste große Reinigungsaktion des Bündnisses. Auch
Hausbesitzer und -verwaltungen erhielten in den vergangenen Wochen Post
vom KLAR SCHIFF-Bündnismit der Bitte, ihre Gebäude von Graffiti
zu befreien. Ein speziell auf den Stadtteil zugeschnittenes, preisgünstiges
Angebot der Gebäudereiniger-Innung, sollte die Entscheidung für
Reinigung und Versiegelung der Flächen noch leichter fallen lassen.
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Reinigung der Lärmschutzscheiben am Olof-Palme-Damm |
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Die Brückenpfeiler in der Ohlshausenstraße werden für die Intensivreinigung vorbereitet. |
Neben der Universität, die ihre Gebäude säubern läßt,
hat das Landesamt für Straßenbau und Straßenverkehr rund
40.000 Euro bereitgestellt. um die Brücke über die Olshausenstraße
reinigen zu lassen. Die Stadt hat ebenfalls Aufträge erteilt, um
die im Aktionsgebiet liegenden Schulen und Kindertagesstätten von
Farbschmierereien befreien zu lassen. |
08.05.02 - viele Anrufer bei der KN-Telefonaktion zum Thema Graffiti
| Mit einer Telefonaktion
haben die Kieler Nachrichten am Dienstag, den 7.Mai gemeinsam mit Experten
vom KLAR SCHIFF-Bündnis über Graffiti und die Aktion "KLAR SCHIFF"
informiert. Von 16 bis 17.30 Uhr standen vier Experten am Telefon für
Fragen und Anregungen zur Verfügung. Zahlreiche Anrufer beteiligten
sich an der KN-Aktion.
Die KLAR SCHIFF- Experten am KN-Telefon mussten Schwerstarbeit leisten. (von links): Experten am KN-Telefon: Karl- Otto Mierendorf vom 2. Polizeirevier,
Dagmar Sachse vom Amt für Soziale Dienste sowie Wilfried Birck als
Geschäftsführer der Gebäudereinigungs-Firma Guttau und
Vorstandsmitglied der Landesinnung sind bestens mit dem Problem Graffiti
vertraut. Foto aug |
06.05.02 - KN-Telefonaktion zum Thema Graffiti
Mit einer Telefonaktion
wollen die Kieler Nachrichten am morgigen Dienstag über Graffiti und die
Aktion "Klar Schiff" informieren. Von 16 bis 17.30 Uhr warten vier
Experten am Telefon auf Ihre Fragen und Anregungen. Erstmalig bieten die
KN auch die Chance, per Internet Kontakt aufzunehmen.
Anfang Februar präsentierte sich das neue Bündnis "Klar Schiff" erstmals
der Öffentlichkeit. Mittlerweile haben sich über 30 Organisationen, Einrichtungen
und Firmen unter dem Dach zusammen gefunden, darunter auch die Landeshauptstadt
Kiel, die Polizei, das Sophienhof Centermanagement oder der Mieterverein. Gemeinsam
ist allen das Ziel, die Stadt von Farbschmierereien zu befreien. Denn illegale
Graffiti verschandeln Häuser, die für viel Geld gereinigt werden müssen, und
erzeugen bei vielen Menschen ein Unsicherheitsgefühl.
Wer mehr über die Aktion, "Klar Schiff", die fachgerechte Beseitigung von Graffiti oder über die rechtlichen Konsequenzen wissen möchte, sollte sich am Dienstag bei den Kieler Nachrichten melden. Unter Tel. 903-2950 und 903-2951 sitzen Experten von der Stadt, den Gebäudereinigern und Polizei sowie ein ehemaliger Sprayer bereit. (Quelle: Kieler Nachrichten vom 06.05.02-tim) (zurück zur Übersicht)
05.05.02 - Wieder jugendlicher Sprayer erwischt
Polizeibeamte haben am
Abend des 4. Mai in Kiel- Friedrichsort einen jugendlichen Farbschmierer
auf frischer Tat festgenommen.
Gegen 22.15 Uhr beobachtete ein Anwohner der Friedrichsorter Straße zwei Jugendliche,
die aus einer Gruppe heraus eine Hauswand beschmierten. Alarmierte Polizeibeamte
stellten in der Nähe des Tatortes vier Personen im Alter von 15 bis 23 Jahren
fest. Unter ihnen erkannte ein Zeuge einen Täter wieder. Der 16-jährige
Junge aus Kiel wurde festgenommen.
Seinem Mittäter war allerdings offensichtlich die Flucht gelungen.
Am Tatort stellten die Polizisten zwölf bis zu einen Meter lange Schriftzüge
fest. Bei der Durchsuchung des Festgenommenen fanden die Beamten einen schwarzfarbenen
Edding, der als Tatwerkzeug sichergestellt wurde. In der Wohnung des Beschuldigten,
einem Zimmer in einem betreuten Wohnheim, stellten die Polizei diverse Skizzen
sicher. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurde der Jugendliche dem
Erzieher übergeben. Der geschätzte festgestellte Schaden beläuft sich auf etwa
200 Euro. (zurück zur Übersicht)
15.04.02 - Vier jugendliche Farbschmierer festgenommen
Dank eines Zeugenhinweises hat die Polizei in der Nacht zum Montag im Sophienblatt in der Kieler Innenstadt vier jugendliche Farbschmierer festnehmen können.
Kurz vor Mitternacht meldete der Zeuge der Polizei eine Gruppe Jugendlicher, die im Sophienblatt Höhe Hausnummer 33 die Wände beschmierten. Eine Streifenwagenbesatzung des 3. Polizeireviers befand sich ganz in der Nähe des Tatortes und konnte die Gruppe wenig später in Höhe Ringstraße stellen. Die vier werden verdächtigt, mehrere Häuser mit so genannten Tags beschädigt zu haben. Bei der Durchsuchung der tatverdächtigen Kieler fand die Polizei typische Sprayer-Utensilien.
05.04.02 - Farbschmierer mussten Arbeitsstunden ableisten
Kiel (ots) - Die Mühlen des Gesetzes mahlen bekanntlich lange, dafür aber gründlich. Diese Feststellung haben am Freitag sechs Jugendliche machen müssen, die von der Kieler Polizei als Farbschmierer überführt werden konnten.
Den jungen Männer, im
Alter zwischen 15 und 16 Jahren, haben Beamte der Polizeistation Friedrichsort
insgesamt 59 Farbschmierereien
nachgewiesen. Deshalb mussten sie am Freitag gemeinnützige Arbeit leisten und
den Jugendtreff Buschblick gemeinsam streichen.
Die Schüler aus dem Ortsteil
Friedrichsort hatten in unterschiedlicher Zusammensetzung im vergangenen
Jahr nicht nur Gebäude in ihrem Wohnbezirk, sondern auch in den Stadtteilen
Wik und Holtenau illegale mit Graffiti besprayt. Zwei der Jugendlichen konnten
im Rahmen der umfangreichen Ermittlungen überführt werden, die anderen vier
wurden auf frischer Tat von Polizeistreifen festgenommen. Allen Mitgliedern
der Vierergruppe, wurden in ihrem Verfahren je 20 Arbeitsstunden auferlegt,
da sie erstmalig in Erscheinung getreten
waren (Diversionsverfahren).
01.04.02 - Öffentliche Ausschreibung - Stadt Kiel macht an ihren Gebäuden " Klar Schiff "
Die Ratsversammlung der
Landeshauptstadt Kiel hat zur Beseitigung von Farbsprühereien an ihren Immobilien
und Bauwerken für die Haushaltsjahre 2002 und 2003 jeweils 250.000 EUR zur
Verfügung gestellt. Zurzeit läuft die öffentliche Ausschreibung der Arbeiten.
Entsprechende Unterlagen können bis zum 11.04.2002 eingereicht werden. Ansprechpartner
ist das Hochbauamt, Herr Schmidt, Tel.: 901-3595. Es ist beabsichtigt, ab
01.06.2002 mit den Arbeiten zu beginnen. (zurück
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14.03.02 - Wieder dachten Sprayer, sie sprühten auf einer freigegebenen Fläche
Am Mittwochnachmittag
hat die Polizei dank eines Zeugenhinweises erneut zwei junge Sprayer auf
frischer Tat festnehmen können.
Um 14.30 Uhr meldete sich ein Anwohner der Hans-Detlef-Prien-Straße im Stadtteil
Wik über 110 bei der Polizei. Er hatte zwei Jugendliche dabei beobachten können,
wie sie einen nahe gelegenen Fußgängertunnel besprühten. Als kurze Zeit später
die Streifenwagenbesatzung eintraf, waren die Sprayer noch am Werk. Sie konnten
am Tatort festgenommen werden.
Die 16 und 17 Jahre alten Kieler sind nicht zum ersten Mal bei Farbschmierereien
erwischt worden. Diesmal schienen die zwei keinerlei Unrechtbewusstsein zu besitzen.
Angeblich seien sie davon ausgegangen, dass der Fußgängertunnel als legale Sprühfläche
freigegeben sei; das hätte ihnen ein Freund erzählt.
Da Irrtum nicht vor Strafe
schützt, müssen die Jugendlichen nun sowohl mit einer Anzeige wegen Sachbeschädigung,
als auch mit Schadensersatzforderungen zur Beseitigung der Farbe rechnen.
Dies ist nicht der erste Fall, in dem sich ertappte Farbschmierer damit rechtfertigen,
dass sie auf vermeintlichen Freiflächen sprayten.
Neben den schlechten Erfahrungen, die andere deutsche Städte, wie beispielsweise
Köln, mit der Freigabe von Flächen gemacht haben, ist diese Argumentation für
die Kieler Polizei ein weiterer Grund dafür, von legalen Sprühflächen abzuraten.
Nur so ist die scharfe Abgrenzung zur Illegalität gewährleistet.
Mit dem Bündnis "KLAR SCHIFF" geht die Polizei gemeinsam mit der Stadt Kiel und 25 weiteren Partnern gegen illegale Graffiti vor. Ein Ziel ist, das Problembewusstsein der Bevölkerung zu steigern und damit die Mithilfe an der Arbeit zu verbessern. Um Farbschmierereien zu verhindern und Schadensregulierung erst möglich zu machen, ist die Polizei auf die Hinweise aus der Bevölkerung angewiesen. (zurück zur Übersicht)
12.03.02 - Wer
helfen will, braucht Unterstützung!
Mit gutem Willen kann viel erreicht werden, mit aktiver Mitarbeit wird manches
bewegt - doch ganz ohne Geld geht es nicht! Das Kieler Bündnis KLAR SCHIFF braucht
Mithilfe, aber auch finanzielle Mittel, um Öffentlichkeitsarbeit, Sachaufklärung
und Aktionen starten zu können. Die Hausverwaltung des Kieler Grundeigentümervereins
GmbH hat sich deshalb bereit erklärt, für das Bündnis ein Treuhandkonto zu führen.
Dieses Konto steht für Ihre Einzahlung bereit!
Sparkasse Kiel, Konto-Nr.: 111 070, BLZ: 210 501 70.
Wichtig: Bitte Verwendungszweck << KlarSchiff 39.99 >>angeben.
Als Aktionsbündnis mit pragmatischer Ausrichtung sind wir kein gemeinnütziger
Verein und können deshalb aus rechtlichen Gründen auch keine Spendenbescheinigung
verteilen. Wir meinen aber, dass auch ohne eine solche Spendenbescheinigung und
steuerliche Vorteile es Wert ist, einen Betrag zur Unterstützung des Bündnisses
und damit des Erscheinungsbildes unserer Landeshauptstadt zu überweisen. (zurück
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09.03.02 - Jugendliche Sprayer an vermeintlicher Freifläche festgenommen
Am Sonnabend, gegen 15
Uhr ist es zu einer kuriosen Festnahme von zwei 15-jährigen Sprayern gekommen.
Die beiden Jugendlichen bemalten eine Wand der Gelehrtenschule in der Feldstraße.
Dies fiel einem Bürger auf, der die Polizei informierte. Die alarmierten
Polizeibeamten fanden die beiden fröhlich bei der Arbeit. Sie hatten einen
Zehnliter-Eimer weiße Farbe und 20 Spraydosen dabei und waren sich keiner
Schuld bewusst. Andere Jugendliche hätten gesagt, die Wand sei zum Besprühen
freigegeben.
Einer der Sprayer war sogar von seinem Vater mit dem Auto hingefahren worden,
damit er den schweren Farbeimer nicht schleppen musste. Nun haben die 15 Jährigen
mit einer Anzeige wegen Sachbeschädigung zu rechnen, ganz geschweige von den
Kosten, die für die Beseitigung der Farbe auf sie zukommt.
08.03.02 - Im Jahr 2001 wurden rund 1300 Graffiti-Straftaten in Kiel angezeigt.
Bei der Vorstellung der Kieler Kriminalstatistik für das Jahr 2001 erklärte Polizeichef Werner Tanck heute, dass die Zahl der angezeigten Sachbeschädigungen durch Graffiti im vergangenen Jahr auf rund 1300 zurückgegangen ist.
Im Jahr 2000 hatten die Kieler Bürgerinnen und Bürger noch etwa 1600 Farbschmierereien angezeigt. Dies bedeute allerdings nicht, so Tanck, dass tatsächlich weniger Taten begangen wurden. Vielmehr liegt die Vermutung nahe, dass hier eine Resignation bei den Hausbesitzern eingesetzt hat. Deutlich werde dies besonders im Stadtteil Gaarden, wo allein der optische Eindruck für sich spricht. Trotzdem liegt dort die Zahl der angezeigten Graffiti-Sachbeschädigungen im stadtweiten Vergleich im unteren Bereich.
Im vergangenen Jahr hat die Kieler Polizei 64 Sprayer auf frischer Tat festgenommen. (zurück zur Übersicht)
07.03.02
- Kriminalpräventiver Rat der Landeshauptstadt Kiel
unterstützt das KLAR SCHIFF-Bündnis
Auf seiner Sitzung am 6. März 2002 konnte sich der Kriminalpräventive Rat
der Landeshauptstadt Kiel unter Vorsitz von Oberbürgermeister Gansel von dem
guten Start des Kieler Bündnisses gegen illegale Farbschmierereien überzeugen.
Kiels Polizeichef Werner Tanck und der Geschäftsführer der Hausverwaltung Haus & Grund
Kiel, Volker Sindt, stellten die Notwendigkeit und die ersten Erfolge des Bündnisses
aus polizeilicher und wohnungswirtschaftlicher Sicht dar. Die Diskussion war
interessiert und lebhaft und bekam eine besondere "Farbe" durch kritische
Beiträge aus der "Graffiti-Beseitiger Szene". Auch diese Veranstaltung
war ein weiterer Schritt zur Veränderung des Bewusstseins in der Bevölkerung
und bei den Verantwortlichen was illegale Farbschmierereien betrifft. (zurück
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04.03.02 - KLAR SCHIFF am 4. März im Fernsehen
Am Montag dem 4. März, ca. 19.15 Uhr, sendete das dritte Programm N3 im Rahmen des DAS-Magazins in der Rubrik Das! Ermittelt einen Beitrag über Farbschmierer in Kiel und das Bündnis KLAR SCHIFF. (zurück zur Übersicht)
24.02.02 - Graffiti-Sprayer auf frischer Tat festgenommen.
Kiel (ots) - Zweimal
sind in der Nacht von Sonnabend auf Sonntag Farbschmierer auf frischer Tat
in Kiel festgenommen worden.
Gegen Mitternacht alarmierte der Wachdienst des Sophienhofs die Polizei, als
die Mitarbeiter mehrere junge Männer in der Herzog-Friedrich-Straße beim Sprayen
beobachteten.
Wenige Minuten waren Funkstreifen des 3. Reviers und des Zivilen Streifenkommandos
vor Ort und überprüften die verdächtigen Personen.
Der Hauptverdächtige, ein 15-jähriger Schüler aus Kiel, der bereits polizeilich
wegen illegalen Sprayens in Erscheinung getreten war, wurde vorläufig festgenommen.
Bei der folgenden Wohnungsdurchsuchung stellten die Beamten dann weitere Sprayer-Utensilien
sicher. Der junge Mann wurde anschließend seinen Erziehungsberechtigten übergeben.
Gegen 3.20 Uhr bemerkte eine Streife der Polizeistation Hassee einen Jugendlichen, der gerade einen Pfeiler des Sky-Marktes mit seinen Sprayer-Initialien beschmierte. Der 16-Jährige aus dem Ortsteil Russee wurde vorläufig festgenommen und seinen Eltern übergeben.
Neben einem Strafverfahren wegen Sachbeschädigung müssen die Jugendlichen nun mit Schadensersatzforderungen seitens der geschädigten Hausbesitzer rechnen. (zurück zur Übersicht)
Bei der Eindämmung illegaler
Graffiti macht Kiel jetzt «Klar Schiff»
Kiel (ots) - Mit einer konzertierten Aktion nehmen ab heute (8. Februar) Polizei
und Landeshauptstadt Kiel, die Unternehmen der Wohnungswirtschaft, das Gebäudereiniger-
und Malerhandwerk, Landes- und Bundesbehörden und viele andere die Farbschmierereien
in Kiel ins Visier.
Gemeinsam mit Volker Sindt, als Vertreter der Wohnungswirtschaft, und Dieter Kuhnert, von der Gebäudereiniger-Innung, stellten Kiels Bürgermeisterin Annegret Bommelmann und Polizeichef Werner Tanck am Vormittag im Rathaus Klar Schiff - das Kieler Bündnis gegen illegale Graffiti vor. Im Rahmen der Pressekonferenz präsentierten sie der Öffentlichkeit erstmalig auch das von einer Kieler Werbeagentur entworfene Logo des Bündnisses.
In Kiel sind nach Angaben von Volker Sindt (Haus&Grund e.V.) durch Farbschmierereien jährliche Schäden in Millionenhöhe zu verzeichnen. Der Wohnwert ganzer Straßenzüge leidet darunter.
Bürgermeisterin Bommelmann beschrieb, wie das Projekt in einer gemeinsamen Initiative im Juli 2001 durch Polizei und Landeshauptstadt Kiel ins Leben gerufen wurde. Den interessierten Behörden, Firmen und Institutionen gelang es in den vergangenen Monaten, ein Aktionsbündnis zu formen, dem sich bislang über 25 Partner anschlossen und dessen programmatischer Name "Klar Schiff" aussagt, was es bewirken will.
Illegale Graffiti werden
auf breiter Basis mit verschiedenen Maßnahmen bekämpft.
Dazu gehören als wichtigste Schritte die umgehende Beseitigung vorhandener Farbschmierereien
und ein größtmöglicher Schutz vor Neuverschmutzung.
Die KLAR SCHIFF - Bündnispartner verpflichten sich deshalb, ihre eigenen Gebäude
im Rahmen ihrer Möglichkeiten von Graffiti freizuhalten, um damit anderen öffentlichen
und privaten Immobilienbesitzern ein Vorbild zu sein.
Annegret Bommelmann erklärte, dass die Stadt bereits im letzten Jahr mit der
Reinigung vieler Schulen begonnen hat. In dem am stärksten betroffenen Stadtteil
Gaarden sind mittlerweile alle Schulen graffitifrei. Darüber hinaus wurden in
den Haushalten 2002 und 2003 jeweils 250.000 Euro für die Reinigung städtischer
Immobilen zur Verfügung gestellt.
Das Handwerk unterstützt die Aktion nach Angaben von Dieter Kuhnert durch fachbezogene
Informationen und die Erstellung von günstigen Reinigungsangeboten an Hausbesitzer.
Information und Prävention
sind weitere Teilbereiche des Konzeptes. Verschiedene Info-Angebote der Bündnispartner
sollen Jugendliche über die Folgen unerlaubten Sprayens aufklären, Eltern
Möglichkeiten aufzeigen, ihre Kinder vor strafbaren Handlungen zu bewahren
und Hausbesitzern Tipps zur Reinigung ihrer Gebäude anbieten.
Neben dem Angebot von Infobroschüren wird mit Unterstützung der Deutschen Telekom
ab dem 15. Februar unter der Telefonnummer 0180 2 431 431 (6 Cent pro Anruf)
eine Info-Hotline geschaltet.
Zusammen mit den Ämtern der Landeshauptstadt Kiel wird das Bündnis in Schulen und Jugendeinrichtungen Aufklärung betreiben, um Jugendlichen die Problematiken illegaler Graffiti bewusst zu machen.
Polizeichef Tanck machte
deutlich, dass es ihm mit dem Bündnis um mehr als nur die Verhinderung von
Farbschmierereien geht. Spuren von Farb-Vandalismus signalisieren, dass sich
niemand um die verschmutzte Bereiche kümmert.
Dies wirkt sich nachteilig auf das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung aus. Gleichzeitig
wächst hier der Nährboden für eine zunehmende Kriminalität.
Für den Chef der Kieler Polizei gehört selbstverständlich auch eine wirksame Repression zum Handlungskonzept. Die Kieler Dienststellen werden das Entdeckungsrisiko für Farbschmierer deutlich erhöhen und eine schnelle Erfassung und Bearbeitung von Strafanzeigen gewährleisten.
Auch Maßnahmen zur Schadenswiedergutmachung sollen im Zusammenwirken von Polizei, Staatsanwaltschaft, Richtern und Jugendgerichtshilfe abgestimmt werden.(zurück zur Übersicht)
10.12.01 - Graffiti-Schmierer festgenommen
Kiel (ots) - Im Rahmen einen gezielten Einsatzes gegen Graffitisprayer in den Stadtteilen Friedrichsort, Pries und Holtenau haben Einsatzkräfte in der Nacht von Samstag auf Sonntag vier Tatverdächtige festgenommen.
Seit Anfang November hatten Sprayer die Stadtteile nördlich des Kanals in erheblichem Maße beschmiert. Die im Friedrichsorter Gewerbeverein zusammengeschlossenen Kaufleute kamen überein, für Hinweise die zur Ergreifung der Täter führten, 1000 Mark auszuloben. Diese Maßnahme brachte der Polizei Anhaltspunkten auf mögliche Tatverdächtige. Am Samstagabend fand unter Leitung der örtlichen Polizeistation ein Einsatz mit 10 Beamten statt. Ziel der Maßnahme war, Sprayer zu überführen.
Um 19.25 Uhr kam es zur ersten Festnahme. Die Fahnder hatten sich in Höhe Fritz-Reuter-Straße 23 postiert, als sie auf einen Jungen aufmerksam wurden, der aus dem Bus stieg. Er ging sofort auf die andere Straßenseite und besprühte die Hauswand mit seinen Tags. Die Polizisten nahmen den erst 13-Jährigen fest. Er war bereits einschlägig in Erscheinung getreten. Das Kind wurden den Eltern übergeben, in seinem Zimmer fanden die Beamten Textvorlagen der gesprayten Schriftzüge.
Drei weitere Verdächtige
erkannten die Polizisten an einer Haltestelle in Holtenau. Sie beschmierten
das Wartehäuschen mit ihren Tags und fuhren anschließend mit dem Bus davon.
Beamte des Zivilen Einsatzkommandos hatten sich zwischenzeitlich an ihre
Spuren geheftet und observierten die Gruppe in Schilksee.
Zwischenzeitlich stellte sich heraus, dass die Jugendlichen während der Fahrt
den Bus mit Malstiften beschmiert hatten. Als sie anschließend wieder in den
Bus stiegen und nach Friedrichsort fuhren, schlugen die Einsatzkräfte zu und
nahmen die überraschten Täter fest. Sie hatten Stifte und Spraydosen bei sich.
Bei den Wohnungsdurchsuchungen entdeckten die Beamten weiteres Beweismaterial.
Die von den 14 und 16-Jährigen verwendeten Tags fanden die Ermittler in den nördlichen Kieler Stadtteilen. 37 Anzeigen lagen bereits vor, weitere werden folgen. Die für die Entfernung der Schmierereien erforderlichen Kosten dürfen nach ersten Schätzungen 30 000 bis 40 000 Mark betragen. Mit entsprechenden Schadensersatzforderungen haben die Beschuldigten zu rechnen.
Einen weiteren Sprayer nahmen Beamte des 1. Polizeireviers während einer Zivilstreife
in der Nacht zum Sonntag fest. Gegen 4.20 Uhr beobachteten die Beamten zwei Personen
an der Bushaltestelle Holtenauer Straße / Schauenburger Straße. Während einer
am Wartehäuschen verblieb, ging der andere in Richtung eines nahe gelegenen Geschäfts.
Plötzlich vernahmen die Fahnder das klackernde Geräusch einer geschüttelten Spraydose.
Noch bevor sie eingreifen konnten, hatte die Person den Eingangsbereich mit Tags
beschmiert.
20.11.01 - Holtenauer Hochbrücke wird von Farbschmierereien befreit
Mit einer gemeinsamen
Initiative haben im Juli 2001 Polizei und Verwaltung in der Landeshauptstadt
Kiel ein Projekt zur Beseitigung und Verhinderung von Farbschmierereien ins
Leben gerufen.
In der Auftaktveranstaltung am 9. Juli gelang es, diverse Behörden, Firmen und
Institutionen für eine Mitarbeit in dem gemeinsamen Projekt zu interessieren.
Daraus begann sich in den vergangenen Monaten sich ein Bündnis für ein kollektives
Vorgehen gegen illegale Graffiti in der Landeshauptstadt zu formieren, dem sich
bislang 25 Partner angeschlossen haben.
Mittlerweile ist eine Koordinierungsstelle eingerichtet worden, die weitere Arbeitsschritte steuert. Darüber hinaus nehmen in nächster Zeit Planungsgruppen die Arbeit auf, die sich mit Fragen der Projektentwicklung/Finanzierung, Öffentlichkeitsarbeit , Prävention und Repression beschäftigen.
Obgleich sich das Bündnis noch im Organisationsstadium befindet und bislang auch kein griffiger Name gefunden ist, gibt es bereits jetzt erste konkrete Schritte zur Eindämmung illegaler Graffiti.
So hat die Stadtverwaltung in den vergangenen Wochen in einem Großteil der städtischen Schulen die Farbschmierereien entfernen und gegen neue Verschmutzungen schützen lassen.
Am Mittwochvormittag, dem 21. November, wurde ein weiteres Objekt, dass unser Stadtbild prägt, von den Verunstaltungen befreit.